Lebensversicherungsfonds

Lebensversicherungsfonds

Das Geschäftsmodell "Lebensversicherungsfonds" ist recht einfach: Die Fondsgesellschaft kauft auf dem Zweitmarkt in den USA, Großbritannien oder Deutschland Kapital- oder Rentenversicherungen auf. Dabei erhält der Verkäufer der Police in der Regel mehr als den Rückkaufswert seiner Police. Die Fondsgesellschaft übernimmt die Prämienzahlung und erhält im Fall des Todes oder bei Fälligkeit der Versicherung die fällige Versicherungssumme (Ablaufleistung). Zum Teil besteht der Gesellschaftszweck auch in dem Handel mit derartigen Policen. Die Fonds kennzeichnen sich vielfach bereits durch strukturelle Defizite, insbesondere die Fonds mit US-amerikanischen Policen, aus, da die Sterbewahrscheinlichkeiten zu optimistisch angesetzt worden sind. Hauptproblem bei den britischen Lebensversicherungen sind die zu hoch kalkulierten Renditen, die nicht zuletzt im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise nochmals einen deutlichen Einbruch erlitten haben. Zudem ist das sog. Smoothing-Verfahren, ein spezielles Glättungsverfahren, alles andere als transparent und für den Versicherungsnehmer kalkulierbar.

 

HAHN Rechtsanwälte vertritt bereits eine Vielzahl von betroffenen Anlegern, die in verschiedene Fonds mit US-amerikanischen, britischen und deutschen Lebensversicherungen investiert haben. Es wurden bereits zahlreiche positive Urteile erstritten.

Die Anleger haben in der Regel gute Ansatzpunkte auf Schadensersatz unter dem Gesichtspunkt fehlerhafter Anlageberatung und Prospekthaftung im weiteren Sinne.

HSC Optivita UK II und HSC Optivita Deutschland VI

HSC Optivita UK II und HSC Optivita Deutschland VI - geschlosssene Lebensversicherungsfonds - Schadensersatz
LG Stade, Urteil vom 14.06.2013

Das Landgericht Stade hat die Sparkasse Harburg-Buxtehude wegen fehlerhafter Anlageberatung bei Beteiligungen an zwei geschlossenen Lebensversicherungsfonds zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Die Haftung resultierte aus der nicht erfolgten Offenlegung der konkreten Höhe der Vertriebsprovisionen, die bei dem Abschluss der Beteiligung gezahlt werden.

Postbank Finanzberatung AG zu Schadensersatz wegen fehlerhafter Beratung bei Lebensversicherungsfonds verurteilt

Hahn Rechtsanwälte hat aktuell beim Landgericht Bielefeld ein weiteres Urteil zu Gunsten eines Anlegers erstritten: Die Postbank Finanzberatung AG wurde zur Zahlung von  8.400 Euro Schadensersatz verurteilt. Der Kläger hatte sich aufgrund ihrer Empfehlung im Jahr 2006 mit 10.000 Euro zuzüglich fünf Prozent Agio an dem Lebensversicherungsfonds König & Cie. Deutsche Leben III GmbH & Co. KG beteiligt. Der Fonds investiert in bereits bestehende deutsche Kapitallebens- und Rentenversicherungen.

BAC Life Trust - geschlossener Lebensversicherungsfonds

BAC Life Trust 11 - geschlossener Lebensversicherungsfonds - Schadensersatz
LG Bremen, Urteil vom 21.11.2012

Das Landgericht Bremen hat die Sparkasse Bremen AG wegen fehlerhafter Anlageberatung bei einer Beteiligung an einem geschlossenen Lebensversicherungsfonds zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Die Haftung resultiere aus der fehlenden Aufklärung über die Vertriebsprovisionen, die bei dem Abschluss der Beteiligung gezahlt werden sollen.

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