Lebensversicherungsfonds

Lebensversicherungsfonds

Das Geschäftsmodell "Lebensversicherungsfonds" ist recht einfach: Die Fondsgesellschaft kauft auf dem Zweitmarkt in den USA, Großbritannien oder Deutschland Kapital- oder Rentenversicherungen auf. Dabei erhält der Verkäufer der Police in der Regel mehr als den Rückkaufswert seiner Police. Die Fondsgesellschaft übernimmt die Prämienzahlung und erhält im Fall des Todes oder bei Fälligkeit der Versicherung die fällige Versicherungssumme (Ablaufleistung). Zum Teil besteht der Gesellschaftszweck auch in dem Handel mit derartigen Policen. Die Fonds kennzeichnen sich vielfach bereits durch strukturelle Defizite, insbesondere die Fonds mit US-amerikanischen Policen, aus, da die Sterbewahrscheinlichkeiten zu optimistisch angesetzt worden sind. Hauptproblem bei den britischen Lebensversicherungen sind die zu hoch kalkulierten Renditen, die nicht zuletzt im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise nochmals einen deutlichen Einbruch erlitten haben. Zudem ist das sog. Smoothing-Verfahren, ein spezielles Glättungsverfahren, alles andere als transparent und für den Versicherungsnehmer kalkulierbar.

 

HAHN Rechtsanwälte vertritt bereits eine Vielzahl von betroffenen Anlegern, die in verschiedene Fonds mit US-amerikanischen, britischen und deutschen Lebensversicherungen investiert haben. Es wurden bereits zahlreiche positive Urteile erstritten.

Die Anleger haben in der Regel gute Ansatzpunkte auf Schadensersatz unter dem Gesichtspunkt fehlerhafter Anlageberatung und Prospekthaftung im weiteren Sinne.

Prorendita: Policenverkauf gefährdet Rückzahlungen

Vertrieben wurden sie durch Banken und sonstige Finanzvertriebe wie beispielsweise die Commerzbank AG oder die Sparkasse KölnBonn. Gemeint sind die fünf Prorendita-Fonds, die von der Ideenkapital Financial Engineering AG, ein Unternehmen der ERGO Gruppe, in den Jahren 2005 bis 2007 aufgelegt worden sind:

Prorendita Eins GmbH & Co. KG

Prorendita Zwei GmbH & Co. KG

Prorendita Drei GmbH & Co. KG

Prorendita Vier GmbH & Co. KG

Prorendita Fünf GmbH & Co. KG

MPC Rendite-Fonds Britische Leben: Anleger müssen mit hohen Verlusten rechnen

MPC Münchmeyer Petersen Capital Vermittlung GmbH hat insgesamt drei Fonds, die in britische Zweitmarktpolicen (sog. TEPs) investieren, auf den Markt gebracht. Es handelt sich um folgende Fondsgesellschaften:

MPC Rendite-Fonds Britische Leben plus
MPC Rendite-Fonds Britische Leben plus II
MPC Rendite-Fonds Britische Leben plus III

 

Lebensversicherungsfonds Prorendita und die Finanzkrise

Nach wie vor ist unklar, welche Auswirkungen die aktuelle Finanzkrise konkret auf die Lebensversicherungsfonds Prorendita 2, 3 und 4 hat und mit welchen Ergebnissen die Investoren rechnen können. Die drei Fonds wurden von der Ideenkapital Financial Engineering AG initiiert und investierten allesamt in britische Zweitmarktpolicen (sog. TEPs). An Anlegergeldern sind allein beim „Prorendita 3“ 77 Millionen Euro eingesammelt worden, beim „Prorendita 4“ 102 Millionen Euro.

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