Zinsswaps / Wertpapiere

Zinsswaps / Wertpapiere

Zins- und Währungsswaps sind ein weit verbreitetes Instrument, das von Kommunen, Städten, Anstalten öffentlichen Rechts, Unternehmen und auch Privatpersonen auf Empfehlung von Banken eingesetzt worden ist, um eine Zinssicherung zu erreichen. Die Bandbreite reicht von relativ einfachen Zahler-Swaps (Plain-Vanilla Swaps), bei denen lediglich ein variabler Zinssatz - beispielsweise auf der Basis des 6-Monats-EURIBOR - gegen einen Festzins getauscht wird, bis hin zu äußerst komplizierten Swaps (u.a. CMS Spread Ladder Swaps), denen eine hoch komplexe Formel zugrunde liegt. Vielfach wurden auch Zinswährungsswaps – sogenannte Cross Currency Swaps – abgeschlossen, die ein nicht unerhebliches Währungsrisiko beinhalten.

Hahn Rechtsanwälte vertritt bereits zahlreiche Mandanten (mittelständige Unternehmen, Anstalten öffentlichen Rechts), die auf Anraten der Bank nachteilige Zinsswap-Vereinbarungen abgeschlossen haben und die jetzt nach Lösungsmöglichkeiten suchen. 

Zinscollars – HAHN Rechtsanwälte berät betroffene Kunden

In der Praxis sind neben Zinsswaps vor allem auch sogenannte Zinscollars ein gängiges Zinssicherungsgeschäft. Bei einem Zinscollar wird eine Zinsuntergrenze („Floor“) und eine Zinsobergrenze („Cap“) miteinander kombiniert. Beim Zinscap verpflichtet sich die Bank zu Ausgleichszahlungen an den Kunden, sofern zu den festgelegten Terminen der Basis-Satz  (beispielsweise der 3-Monats-EURIBOR) über der vertraglich festgelegten Cap Rate liegt. Liegt der Basis-Satz (zum Beispiel 3-Monats-EURIBOR) unter der sogenannten Floor Rate, sind Ausgleichszahlungen des Kunden an die Bank zu leisten.

Einfach strukturierte Zinsswaps: Ihre Chancen nach dem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs vom 22. März 2016 - XI ZR 425/14 -

Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat bereits mit Grundsatzurteil vom 28.04.2015 - XI ZR 378/13 - entschieden, dass eine Verpflichtung der beratenden Bank zur Offenlegung von schwerwiegenden Interessenkonflikten grundsätzlich auch dann besteht, wenn ein einfach strukturierter Zinsswap vorliegt. Die Frage der Komplexität des Swap-Vertrages sei kein Kriterium, das über das Bestehen oder Nichtbestehen der Aufklärungspflicht entscheidet.

VW-Abgasskandal: Registrieren Sie sich für die Anmeldung im Musterverfahren!

Das Landgericht Braunschweig hat bereits am 31.05.2016 zehn Musterverfahrensanträge im Bundesanzeiger öffentlich bekannt und damit deutlich gemacht, dass es zum Thema unterlassene Ad-Hoc-Mitteilung beim VW-Abgasskandal ein Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz – kurz: KapMuG - geben wird.

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