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Audi Abgasskandal

Über 5.000 Mandanten vertrauen im Abgasskandal bereits auf HAHN Rechtsanwälte

Der Audi Abgasskandal beschäftigt die Politik und besorgte Verbraucher seit 2015. In zahlreichen Modellen von VW und deren Töchtern Audi, Skoda und Seat wurde eine illegale Abschalteinrichtung verbaut.


Audi Abgasskandal

Audi im Abgasskandal

Verbraucher klagen im Audi Abgasskandal auf Schadensersatz. Der Einbau einer illegalen Abschalteinrichtung ist unstrittig, ebenso wie die Wertverluste, die die Fahrzeuge in Folge des Dieselskandals und der Fahrverbote erlitten haben.

Welche Modelle sind vom Audi Abgasskandal betroffen?

Inzwischen kann man davon ausgehen, dass alle Diesel von Audi mit einer illegalen Abschalteinrichtung ausgestattet sind und so direkt vom Audi Abgasskandal betroffen sind. Über Audi sind auch Porsche und VW vom Abgasskandal betroffen, denn die betroffenen Motoren von Audi werden auch in deren Modellen verwendet.


Grundsätzlich handelt es sich um alle Diesel, bei denen der Motor EA 189 verbaut wurde. Dies betrifft 1,2-Liter, 1,6-Liter und 2,0-Liter Diesel mit der Abgasnorm Euro 5. Laut dem KBA sind folgende Modelle vom Audi Abgasskandal betroffen: A1, A3, A4, A5, A6, Q3, Q5, TT.


Anschließend gab es aber weitere Ermittlungen und illegale Abschalteinrichtungen wurden auch in 3,0-Liter Fahrzeugen mit V6 Motor gefunden – hierzu gehören die Modelle A7, A8, Q5 und Q7.


Eine investigative Recherche vom Handelsblatt und vom Bayerischen Rundfunk hat zudem ergeben, dass Audi weit intensiver geschummelt und illegale Abschalteinrichtungen genutzt hat, als der Öffentlichkeit bisher bekannt war. Senden Sie uns Ihre Unterlagen zu und wir prüfen Ihre genaue Betroffenheit und erläutern Ihnen Ihre rechtlichen Möglichkeiten im Audi Abgasskandal.

Betroffene Diesel Fahrzeuge von Audi

  • Audi A1 (1.4 TFSI)
  • Audi A1 (1.6 TDI, 2.0 TDI)
  • Audi A3 (1.6 TDI, 2.0 TDI)
  • Audi A3 (1.6 TDI Sportback) (Euro 6)
  • Audi A4 (2.0 TDI) (2007 - 2013)
  • Audi A5 (2.0 TDI)
  • Audi A4 (2.0 TDI) Avant (Euro 6)
  • Audi A5 (3.0 TDI)
  • Audi A6 (2.0 TDI)
  • Audi A6 (2.0 TDI Avant) (Euro 6)
  • Audi A6 (3.0 TDI)
  • Audi A7 (3.0 TDI)
  • Audi A8 (3.0 TDI)
  • Audi Q3 (2.0 TDI)
  • Audi Q3 (2.0 TDI quattro)
  • Audi Q5 (2.0 TDI)
  • Audi Q5 (3.0 TDI)
  • Audi Q7 (3.0 TDI)
  • Audi TT (2.0 TDI)

Betroffene Diesel Fahrzeuge von Porsche

  • Porsche Macan S 3.0 Diesel
  • Porsche Cayenne S 3.0 Diesel

Offizieller Rückruf im Audi Abgasskandal

Seit Januar 2016 läuft die Umrüstaktion, zu der der Hersteller vom KBA verpflichtet wurde. Da für alle Fahrzeugvarianten individuelle Software-Updates entwickelt werden müssen und diese vom KBA freigegeben werden müssen, zieht sich der Rückruf hin und es werden nach und nach die einzelnen Modelle in die Werkstätten gebeten. So wurden im November 2018 31.000 Fahrzeuge der Modelle A6 und A7 in die Werkstätten gebeten. Im Dezember folgten dann Rückrufe für 49.000 A6, A7 und SQ5 Fahrzeuge. Und Anfang 2019 ging es mit mehreren Tausend Fahrzeugen weiter. Betroffene Fahrzeughalter bekommen Post von Audi und werden in die Werkstatt gebeten, um ein Software Update aufspielen zu lassen. Dieses wird von einem Audi Servicemitarbeiter per Diagnoserechner auf das Fahrzeug übertragen. Dieser Vorgang dauert etwa eine halbe Stunde und ist kostenlos. Diese Maßnahme soll mit einer verbesserten Motorsteuerung dafür sorgen, dass die Emissionsgrenzwerte auch auf der Straße eingehalten werden. Bei 1,6-Liter Motoren wird zusätzlich zum Software- auch ein Hardware-Update durchgeführt. Dabei wird ein Strömungstransformator eingesetzt. Dieser ermöglicht ein genaueres Messergebnis. Dadurch kann der Kraftstoff besser dosiert werden und der gesamte Verbrennungsvorgang wird optimiert. Software- und Hardware-Update zusammen dauern etwa eine Stunde und sind ebenfalls kostenlos.

So ist man vom Audi Abgasskandal betroffen

Der Abgasskandal kann Sie auf verschiedene Weise treffen. Vielleicht besitzt Ihr Fahrzeug eine illegale Abschalteinrichtung und Sie sollen dem Rückruf folgen und sich in der Werkstatt das Software-Update aufspielen lassen? Hier ist Vorsicht geboten! Denn Dieselfahrer, deren Fahrzeuge über das Update verfügen, berichten über einen erhöhten Spritverbrauch, die Versottung des Motors und ungewöhnliche Motorgeräusche. Leider droht bei einer Weigerung, am verpflichtenden Rückruf teilzunehmen, die Stilllegung des Wagens. Lassen Sie sich daher unbedingt von einem Anwalt beraten, wenn Sie Post von Audi bekommen! Wir schauen uns Ihren individuellen Fall an und klären mit Ihnen die besten rechtlichen Möglichkeiten, die Sie haben. Auch durch das Software-Update verliert Ihr Diesel an Wert. Denn die Langzeitfolgen sind einfach noch zu unsicher einzuschätzen, so dass das Auto nach wie vor als geschädigt angesehen wird und entsprechend schwer zu verkaufen ist – zumindest nicht zum gewünschten Preis. Hier geben die Hersteller, auch Audi, die Kosten aus dem Abgasskandal an den Verbraucher weiter – dieser wird sich mit möglichen negativen Folgen des Software-Updates herumschlagen müssen. Weigern kann man sich bei einem verpflichtenden Rückruf auch nicht, denn dann droht die Zwangsstillegung.


Im Rahmen des Abgasskandals sind auch Diesel Fahrverbote in Städten mit schlechter Luft plötzlich ein großes Thema. Diesel mit der Abgasnorm Euro 4 sind in Stuttgart bereits komplett ausgesperrt und Euro 5 Diesel sollen noch im Sommer 2019 folgen. Auch in Darmstadt und Berlin werden noch im Sommer 2019 Diesel Fahrverbote eingeführt. In zahlreichen weiteren Städten laufen die Verfahren noch. So werden im August bzw. September Entscheidungen zu Fahrverboten in Köln, Aachen und Bonn erwartet. Die Deutsche Umwelthilfe hatte dutzende deutsche Städte bzw. die für sie zuständigen Länder wegen zu schlechter Luft verklagt. Dabei geht es um zu hohe Stickstoffdioxidwerte. Der von der EU und von der WHO empfohlene Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wird in zahlreichen Städten überschritten. Die Einhaltung des Grenzwertes ist aus gesundheitlicher Sicht wichtig, da Stickstoffdioxid in zu hohen Dosen besonders für Menschen mit Atemwegserkrankungen gefährlich sein kann. Die Städte werden dazu verurteilt, in ihre Luftreinhaltepläne Maßnahmen aufzunehmen, die es ermöglichen, so schnell wie möglich (so steht es in der EU Richtlinie) die Grenzwerte zu erreichen. Oft sind die geplanten Maßnahmen aber nicht ausreichend. Zu diesen gehören die Förderung von Radverkehr und Elektromobilität, sowie des Öffentlichen Personennahverkehrs. Um die Grenzwerte so schnell wie möglich zu erreichen, sind in vielen Städten aber auch Dieselfahrverbote nötig. Doch die Städte wehren sich dagegen und legen Berufung ein oder gehen in Revision. Sie befürchten zu starke Einschränkungen für ihre Bürger. Daher sind viele Verfahren noch nicht rechtskräftig entschieden. Doch es wird noch 2019 zahlreiche weitere Entscheidungen zu Fahrverboten geben. Diese waren erst durch den Diesel Skandal wieder in den Fokus gerückt, so dass sie durchaus als Folge des Abgasskandals gelten können.


Was nützt ein Auto, wenn man es in zahlreichen deutschen Städten nicht mehr fahren darf? Auch hier leiden die Verbraucher unter dem Fehlverhalten der Hersteller. Ein Verkauf eines vom Fahrverbot betroffenen Audis ist natürlich auch kaum noch möglich. Ein nur begrenzt nutzbares Auto ist natürlich entsprechend wenig wert. Immer mehr Verbraucher lassen das nicht auf sich sitzen und wehren sich – sie klagen gegen Audi auf Schadensersatz. Und immer mehr von ihnen bekommen Recht und können das manipulierte Fahrzeug erfolgreich gegen Rückzahlung des Kaufpreises zurückgeben.

Wie wehrt man sich im Audi Abgasskandal?

Wenn Sie vom Abgasskandal betroffen sind, haben Sie grundsätzlich mehrere Möglichkeiten, sich zu wehren. Wenn in Ihrem Fahrzeug eine illegale Abschalteinrichtung verbaut ist, haben Sie gegenüber dem Hersteller ein Recht auf Schadensersatz. Die illegale Abschalteinrichtung kommt einer vorsätzlichen und sittenwidrigen Täuschung gemäß §826 gleich. Hierzu gibt es bereits zahlreiche Urteile. Sie können bei einer erfolgreichen Schadensersatzklage das manipulierte Fahrzeug an den Hersteller zurückgeben und erhalten dafür den Kaufpreis erstattet. Immer mehr Gerichte sprechen den geschädigten Verbrauchern zudem Zinsen zu, für die Zeit, in der der Hersteller mit dem Geld wirtschaften konnte. Eventuell fordert dieser von Ihnen eine Nutzungsentschädigung für die Kilometer, die Sie mit dem Auto bereits gefahren sind. Doch diese Praxis ist unter Juristen umstritten und immer mehr Gerichte entscheiden hier verbraucherfreundlich – Kaufpreis zurück erhalten, ohne Abzug einer Nutzungsentschädigung. Warum ist die Praxis der Nutzungsentschädigung bei Schadensersatzklagen umstritten? Zunächst hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass manipulierte Autos rein juristisch betrachtet nicht dafür geeignet waren, für den Straßenverkehr zugelassen oder genutzt zu werden. Ein solches Fahrzeug hat juristisch gesehen keinen Wert – damit kann es durch einen Nutzen auch keinen Wert verlieren! Zudem kommt hinzu, dass Audi, bzw. die Konzernmutter VW die Kunden systematisch und über einen langen Zeitraum geschädigt haben. Nach solch einem Verhalten steht nach Meinung vieler Juristen dem Schädiger kein Recht auf eine Nutzungsentschädigung zu. Diese würde ihn unbillig entlasten und die Sanktionswirkung erheblich abschwächen. Idealerweise erhalten Sie bei einer erfolgreichen Schadensersatzklage also den vollen Kaufpreis plus Zinsen erstattet und sind Ihr Fahrzeug damit jahrelang quasi für umsonst gefahren.


Zusätzlich handelt es sich bei der illegalen Abschalteinrichtung auch um einen Sachmangel, den Sie gegenüber dem Händler geltend machen können. So können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten. Allerdings geht dies nur innerhalb eines sehr begrenzten Zeitrahmens. Ihren Neuwagen dürfen Sie vor maximal zwei Jahren gekauft haben, und falls es sich um einen Gebrauchtwagen handelt, darf der Kauf sogar nur maximal ein Jahr zurückliegen.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die Erstberatung durch einen unserer erfahrenen Anwälte ist für Sie vollkommen kostenfrei! Senden Sie uns Ihre Unterlagen zu – wir schauen diese durch und melden uns innerhalb weniger Tage bei Ihnen zurück. Wir erläutern Ihnen, welche rechtlichen Möglichkeiten in Ihrem individuellen Fall die sinnvollsten sind und rechnen Ihnen auch Ihren wirtschaftlichen Vorteil durch eine Schadensersatzklage oder einen Autokreditwiderruf aus. Wenn Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, ist diese in der Regel dazu verpflichtet, die Kosten für einen Rechtsstreit zu übernehmen. Im Rahmen der kostenlosen Prüfung stellen wir eine Deckungsfrage bei Ihrer Versicherung so dass Sie auch hier in sicheren und kompetenten Händen sind. Denn manche Rechtsschutzversicherungen stellen sich stur. Wir haben aber Erfahrung damit und übernehmen daher gerne für Sie die Anfrage bei der Versicherung. Sollten Sie über keine Rechtsschutzversicherung verfügen, aber den Widerruf Ihres Autokredits anstreben, so ist es oft möglich, diese noch vorher abzuschließen. Bitte sprechen Sie uns hierauf an!

Klagen im Audi Abgasskandal

In ganz Deutschland finden Verhandlungen gegen Audi statt. Zum Beispiel sprach das Landgericht Bonn einer Verbraucherin Schadensersatz zu, die Anfang 2014 einen Audi Q3 gekauft hatte – der mit einer illegalen Abschalteinrichtung versehen war. Sie muss Audi zwar für die gefahrenen Kilometer eine Nutzungsentschädigung zahlen, ihr wirtschaftlicher Vorteil durch die gewonnene Klage ist aber deutlich höher, als wenn sie das Fahrzeug auf dem Gebrauchtwagenmarkt verkauft hätte. Sie hatte zuvor mit ihrem Wagen am Rückruf teilgenommen und das Software-Update aufspielen lassen – dies habe den Schaden laut der Richter aber nicht wettgemacht.

Schadensersatz auch bei größeren Motoren

Nicht nur bei kleineren Motoren stehen die Chancen gut, im Abgasskandal entschädigt zu werden. Das Landgericht Offenburg hat einer Verbraucherin mit einem Audi A5 3,0-Liter Fahrzeug Schadensersatz zugesprochen – auch sie musste allerdings eine Nutzungsentschädigung zahlen.


Diese ist jedoch unter Juristen umstritten und im Mai 2019 gab es ein Sensations-Urteil vom Oberlandesgericht Karlsruhe. Neben zwei VW Fahrzeugen war hier auch ein Audi A3 betroffen. Dieser war vom Verbraucher bereits 2009 gekauft worden und war bereits 200.000 Kilometer gelaufen. Das Gericht urteilte, dass Audi dem Verbraucher aufgrund der illegalen Abschalteinrichtung ein neues nicht manipuliertes Fahrzeug zur Verfügung stellen muss. Und zwar, ohne dass der Verbraucher eine Nutzungsentschädigung an den Hersteller zahlen muss – er ist das Auto also zehn Jahre lang quasi kostenlos gefahren!

Widerrufsjoker nutzen und Geld zurück erhalten

Eine weitere Alternative, den Abgasskandal für sich zu nutzen, ist der Widerrufsjoker. Wenn Sie zusammen mit dem Autokaufvertrag auch einen Kreditvertrag abgeschlossen haben und zwar als Verbraucher, dann können Sie den Widerrufsjoker in etwa 90% aller Fälle nutzen – nämlich dann, wenn der Kreditvertrag Fehler enthält, was fast immer vorkommt. Hahn Rechtsanwälte hat bereits Tausende von Autokreditverträgen geprüft und festgestellt, dass fast alle fehlerhaft sind. Typische Fehler sind zum Beispiel falsche oder fehlende Widerrufsinformationen. Normalerweise haben Sie 14 Tage Zeit, Ihren Autokreditvertrag zu widerrufen. Das gilt aber nur, wenn dieser fehlerfrei ist und alle Pflichtangaben enthält. Ist dem nicht so, beginnt die Widerrufsfrist nicht zu laufen und Sie können den Vertrag noch Jahre später widerrufen. Da Kauf- und Kreditvertrag zusammen abgeschlossen wurden, werden sie als wirtschaftliche Einheit betrachtet. Rufen Sie den Kreditvertrag zurück, wird auch der Kaufvertrag rückabgewickelt. Ergebnis: Sie geben das Auto an die finanzierende Bank zurück und bekommen Ihre Anzahlung und alle bereits gezahlten Raten erstattet! Den Kredit müssen Sie zudem natürlich nicht weiter abbezahlen. Je nachdem, von wann Ihr Kreditvertrag ist, müssen Sie hier eine Nutzungsentschädigung zahlen. Doch selbst, wenn dem so ist, ist diese in aller Regel nicht so hoch, so dass Sie immer noch einen deutlich höheren Gewinn erzielen, als dies auf dem Gebrauchtwagenmarkt möglich wäre. Denn Diesel, auch von Audi, haben im Zuge des Audi Abgasskandals und der aufkommenden Fahrverbote erheblich an Wert verloren. Insofern lohnt sich ein Verkauf kaum – der Widerruf dagegen fast immer!

 

HAHN Rechtsanwälte: Individuelle Betreuung, individuelle Lösungen

Hahn Rechtsanwälte steht bereits seit 30 Jahren an der Seite der Verbraucher und ist spezialisiert auf Banken- und Kapitalmarktrecht - darunter fallen auch Kreditwiderrufe. finanztip.de und test.de empfehlen Hahn Rechtsanwälte als eine der erfolgreichsten Kanzleien im Widerrufsrecht. Die Kanzlei verfügt über Standorte in Hamburg, Bremen und Stuttgart.

 

Folgen im Audi Abgasskandal

Der Abgasskandal hat das Unternehmen schwer getroffen. Abgesehen von dem allgemein schlechten Licht, in dem es seit den aufgedeckten Schummeleien steht, gab und gibt es auch strafrechtliche Ermittlungen, sowie gigantische finanzielle Einbußen. So verhängte die Staatsanwaltschaft München im Oktober 2018 ein Bußgeld in Höhe von 800 Millionen Euro, das Audi aufgrund des Abgasskandals zu zahlen hatte. Audi akzeptierte das Bußgeld. Dieses setzt sich zusammen aus 5 Millionen Euro tatsächlichem Bußgeld (höher kann es in Deutschland nicht ausfallen) und 795 Millionen Euro für die Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile, die Audi aufgrund der illegalen Abschalteinrichtungen hatte. Unabhängig davon gibt es aber auch strafrechtliche Ermittlungen gegen 27 Mitarbeiter, unter anderem gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Rupert Stadler. Die Vorwürfe gegen ihn lauten Betrug und mittelbare Falschbeurkundung. Aufgrund von Verdunkelungsgefahr (er soll versucht haben, Zeugen zu beeinflussen) saß er schließlich vier Monate in Untersuchungshaft. Im Oktober 2018 kam er schließlich unter strengen Auflagen frei, doch es wird erwartet, dass es noch im Sommer 2019 in München zur Anklage kommen wird.


Der Skandal hat sich auch auf den Erfolg des Unternehmens ausgewirkt. Nachdem es bis einschließlich 2017 immer bergauf ging, sank der Absatz der Fahrzeuge 2018 zum ersten Mal wieder. Weltweit um 4%, in Europa gar um 14%. Auch in den USA gab es einen geringen Absatzrückgang. In China konnte der Absatz dagegen um 10% gesteigert werden. Audi selbst erklärt den Rückgang mit der Umstellung des gesamten Produktportfolios auf den neuen Prüfzyklus WLTP. Dadurch waren nicht alle Modelle durchgängig verfügbar. Das operative Ergebnis litt ebenfalls unter den Sondereinflüssen, die auf den Audi Abgasskandal zurückzuführen sind und lag deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahrs.


Auch im ersten Quartal 2019 bestätigte sich der 2018 gestartete Trend. Es wurden 3,5% weniger Fahrzeuge verkauft, als im ersten Quartal 2018. Das operative Ergebnis brach um 15% und die Umsatzerlöse um 10% ein. Für das Gesamtjahr wird aber dennoch eine leichte Steigerung der Auslieferungen im Vergleich zu 2018 erwartet. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich das Unternehmen tatsächlich vom Skandal erholen kann.