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Wohnmobil Abgasskandal - Optionen für betroffene Besitzer

Schadensersatz oder Entschädigungszahlung möglich

Auch Wohnmobile mit Dieselmotor sind im Abgasskandal betroffen. Alleine von den 200.000 betroffenen Fiat Fahrzeugen sind ein großer Teil Wohnmobile (der Fiat Ducato ist das am meisten verwendete Basisfahrzeug für Wohnmobile). Zudem könnten noch viel mehr Wohnmobile betroffen sein. Denn auch der Wohnmobilhersteller Iveco gehört zum Fiat Imperium. Und er lieferte manipulierte Motoren auch an zahlreiche andere Wohnmobil-Hersteller, darunter so bekannte Anbieter wie Dethleffs, Pilote oder Cathargo.

Ein verdächtiger Fiat-Motor wurde zudem jahrelang im Citroën Jumper und im Peugeot Boxer genutzt. Der Mercedes Sprinter und der VW T6 sind ebenfalls bereits in den Abgasskandal verwickelt - und werden ebenso wie die anderen genannten Modelle als Basisfahrzeuge von diversen Wohnmobilherstellern genutzt. Die Gesamtzahl der betroffenen Fahrzeuge im Wohnmobil Abgasskandal könnte daher in die Hunderttausende gehen.

Im Juni 2021 bestätigte das Kraftfahrt-Bundesamt, dass

"in eigenen Untersuchungen durch das Kraftfahrt-Bundesamt bei einigen Wohnmobilen hohe Stickoxidemissionen aufgrund von Unzulässigkeiten festgestellt wurden."


Wohnmobil Abgasskandal

Was passiert nun mit meinem Diesel Wohnmobil?

Wenn in einem Wohnmobil eine unzulässige Abschalteinrichtung nachgewiesen wird, hat der Käufer einen Schadensersatzanspruch. Ganz ähnlich wie beispielsweise VW-Kunden, denen der Bundesgerichtshof im Mai 2020 einen solchen Anspruch zugesprochen hatte.

Nach einer erfolgreichen Schadensersatzklage kann auch im Wohnmobil Abgasskandal das Fahrzeug an den Hersteller zurückgegeben werden. Dieser muss im Gegenzug den Kaufpreis, abzüglich einer Nutzungsentschädigung, erstatten.

Alternativ ist es auch möglich, das Wohnmobil zu behalten. Dann muss der Hersteller eine angemessene Entschädigungszahlung leisten. Diese liegt in der Regel bei etwa 20% des Kaufpreises.

Wenn auch Sie glauben, dass in Ihrem Wohnmobil eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut sein könnte, dann melden Sie sich gerne bei uns. Wir prüfen die Betroffenheit Ihres Wohnmobils und welche rechtlichen Schritte Sie einleiten können.

PlusMinus berichtet über den Abgasskandal bei Wohnmobilen

In seiner Sendung vom 21.04.2021 berichtete das ARD-Wirtschaftsmagazin PlusMinus über den Abgasskandal bei Wohnmobilen auf Fiat Ducato Basis. Gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe wurden Fahrzeuge im Betrieb auf der Straße getestet. Dabei kam heraus, dass 20 Mal mehr Stickoxid ausgestoßen wurde als erlaubt - die Fahrzeuge erreichen nicht einmal die Euro 1 Abgasnorm. Auch darauf, dass dem KBA diese Überschreitungen schon seit fünf Jahren bekannt sind, aber fast nichts unternommen wurde, ging die Sendung ein.

Zum Bericht von PlusMinus

Um welche Basisfahrzeuge geht es?

Nahezu alle Wohnmobile stehen unter Verdacht, über unzulässige Abschalteinrichtungen zu verfügen.

Bei VW und Mercedes wurde dies bereits nachgewiesen. Durch die Razzia bei Fiat gerieten dann auch Fiat und Iveco in den Wohnmobil Abgasskandal hinein. Und nachdem klar wurde, dass ein untersuchter Fiat-Motor jahrelang auch bei Peugeot und Citroën eingesetzt worden war, erweiterte sich der Kreis der betroffenen Basisfahrzeuge noch einmal.

  • Fiat Ducato
  • Iveco Daily
  • Citroën Jumper
  • Peugeot Boxer
  • Mercedes Sprinter, Vito und V-Klasse
  • VW T5, T6 und Crafter

Welche Wohnmobil-Hersteller sind im Abgasskandal betroffen?

Viele Wohnmobilhersteller sind in den Abgasskandal verwickeltDer Wohnmobil Abgasskandal könnte jedoch viel größer sein, als zunächst gedacht. Denn zum einen gilt der Fiat Ducato als beliebteste Basis für Wohnmobile. Nahezu alle bekannten Hersteller greifen darauf zurück. Zum anderen bietet das zu Fiat Chrysler Automobiles gehörende Iveco nicht nur selbst Wohnmobile mit den genannten Motoren an, sondern liefert seine Fahrgestelle und Motoren auch an dutzende weitere bekannte Wohnmobil-Hersteller. Die Camper-Szene könnte also umfänglich vom Wohnmobil Abgasskandal betroffen sein.

Iveco selbst hat sich auf Wohnmobile, Busse, LKW und Transporter spezialisiert. Bei den Wohnmobilen sind die drei Modelle Daily HI-MATIC, Daily 4x4 und Eurocargo im Angebot.

Die folgenden Wohnmobil-Hersteller nutzen die Fahrgestelle und Motoren des Fiat Ducato oder des Iveco, so dass deren Fahrzeuge durchaus auch in Gefahr sind, vom Wohnmobil Abgasskandal betroffen zu sein:

  • Adria
  • Bürstner
  • Carado
  • Carthago
  • Challenger
  • Chausson
  • Clever
  • Concorde
  • Dethleffs
  • Eura Mobil
  • Forster
  • Frankia
  • Hobby
  • Hymer
  • Karmann
  • Knaus
  • Laika
  • LMC
  • Niesmann
  • Phönix
  • Pilote
  • Pössl
  • Rapido
  • Roller
  • Sunlight
  • Sunliving
  • Weinsberg
  • Westfalia

Hinzu kommen die Wohnmobilhersteller, die auf den Mercedes Sprinter, den Citroën Jumper oder den Peugeot Boxer als Basisfahrzeug setzen.

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Welche Wohnmobil Motoren sind betroffen?

Hymer Wohnmobile könnten im Abgasskandal betroffen seinIm Zuge der Razzia bei Fiat und Iveco aus dem Juli 2020 gab die Staatsanwaltschaft Frankfurt an, welche Motoren im Verdacht stehen, über unzulässige Abschalteinrichtungen zu verfügen.

Motoren der Family B (Euro 5 und Euro 6), genutzt in Wohnmobil-Modellen von Fiat, Jeep und Alfa Romeo:

  • 1,3 Liter Multijet
  • 1,6 Liter Multijet
  • 2,0 Liter Multijet

Light Duty und Heavy Duty Motoren, genutzt in Wohnmobil-Modellen von Fiat und Iveco:

  • 110 Multijet F1AE3481G
  • 115 Multijet 250A1000
  • 150 Multijet F1AE3481D
  • 180 Multijet F1CE3481E

Alle möglicherweise betroffenen Fahrzeuge sollen zwischen 2014 und 2019 produziert worden sein.

Sowohl die Staatsanwaltschaft Frankfurt, als auch das Polizeipräsidium Frankfurt am Main haben einen Zeugenaufruf gestartet. Halter von Fahrzeugen, die mit den genannten Motoren ausgestattet sind, sollen sich melden, um so die Ermittlungen zu unterstützen. Das Polizeipräsidium listete dabei die folgenden Motoren:

  • 1,3L Multijet
  • 1,3L 16 V Multijet
  • 1,6L Multijet
  • 1,6L
  • 2,0L Multijet
  • 2,0L
  • 2,2L Multijet II
  • 2,3L
  • 2,3L Multijet
  • 3,0L

Ausführliche Informationen zum Abgasskandal rund um den Fiat Ducato gibt es hier

Citroën Jumper und Peugeot Boxer ebenfalls betroffen

Zwischen 2011 und 2016 nutzten auch die Modelle Citroën Jumper und Peugeot Boxer, die baugleich mit dem Fiat Ducato sind, den 180 Multijet Motor mit der Motorkennung F1CE3481E. Auch diese beiden Modelle verfügen somit höchstwahrscheinlich über unzulässige Abschalteinrichtungen. Sie werden von vielen Herstellern als Alternative zum Fiat Ducato als Basisfahrzeug angeboten.

Auch Mercedes Sprinter und VW Crafter und T6 involviert

Ein weiteres beliebtes Modell, auf dem viele Wohnmobile aufbauen, ist der Mercedes Sprinter. Bei diesem wies das KBA bereits unzulässige Abschalteinrichtungen nach und ordnete deshalb verpflichtende Rückrufe an. Dass auch die entsprechenden Wohnmobile über eine unzulässige Abschalteinrichtung verfügen, liegt natürlich nahe.

Ebenso verhält es sich mit dem T6 von VW - hier wurde sogar schon mehrfach Schadensersatz zugesprochen. Zehntausende VW Crafter wurden bereits zurückgerufen.

KBA bestätigt Unzulässigkeiten

Im Sommer 2021 war es endlich soweit: Das Kraftfahrt-Bundesamt bestätigte, was doch eigentlich längst klar war: Es gibt einen Wohnmobil Abgasskandal!

Doch der Reihe nach.

DUH weist starkt erhöhte Stickoxidwerte bei Wohnmobilen nach

Die Deutsche Umwelthilfe testet regelmäßig Diesel Fahrzeuge im Realbetrieb auf der Straße und konnte damit immer wieder zeigen, wie dreckig die Autos wirklich sind. Zuletzt wurden zwei Wohnmobile auf ihren Stickoxidausstoß überprüft. Es handelte sich dabei um die beiden Fiat Ducato 150 Multijet (Euro 5) Modelle Pilote G700G und Dethleffs T7150. Die Fahrzeuge wurden 2016, bzw. 2015 zuerst zugelassen. Sowohl Motor als auch Zulassungsjahr fallen damit in den Bereich der Ermittlungen hinsichtlich möglicherweise betroffener Fahrzeuge. Die Ergebnisse dürften für FIat und die Wohnmobilhersteller ernüchternd sein und den Wohnmobil Abgasskandal weiter anheizen.

Anhand von fünf bzw. sechs Testfahrten ermittelte die DUH einen Durchschnittswert von fast 2.000 mg Stickoxid pro Kilometer für das Pilote Wohnmobil, sowie fast 2.800 mg/km Stickoxid für das Wohnmobil von Dethleffs. Erlaubt sind für leichte Nutzfahrzeuge mit Euro 5 Dieselmotor 280 mg/km. Beide Modelle überschreiten den Grenzwert also ganz erheblich. Für Axel Friedrich, der die Messungen leitete sind die hohen Werte nur durch unzulässige Abschalteinrichtungen zu erklären. Die Deutsche Umwelthilfe hatte in der Vergangenheit auch PKW von Fiat getestet und dabei ebenfalls eklatante Überschreitungen des Grenzwertes festgestellt.

Die DUH hat die Ergebnisse aus den Tests den Ermittlern der Staatsanwaltschaft Frankfurt zur Verfügung gestellt.

Grenzwert: 280 mg/km Stickoxid

Fiat Ducato 150 Multijet Pilote G700G (Euro 5): 1.926 mg/km Stickoxid im Durchschnitt

Fiat Ducato 150 Multijet Dethleffs T7150 (Euro 5): 2.779 mg/km Stickoxid im Durchschnitt

Diagramm Stickoxidausstoß bei Wohnmobilen

So reagierte das KBA

Im Juni antwortete Richard Damm, Präsident des KBA, auf ein Schreiben der Deutschen Umwelthilfe, mit dem dieses die Behörde auf die hohen Messwerte aufmerksam machte. Und das Antwortschreiben des KBA-Präsidenten ist brisant. Denn er bestätigt darin, dass das KBA tatsächlich auch bei eigenen Test bereits Unzulässigkeiten festgestellt hatte. Konkret heißt es:

"Zu den Erkenntnissen bei Wohnmobilen kann ich Ihnen vorab mitteilen, dass auch in eigenen Untersuchungen durch das Kraftfahrt-Bundesamt bei einigen Wohnmobilen hohe Stickoxidemissionen aufgrund von Unzulässigkeiten festgestellt wurden."

Die zuständige Typgenehmigungsbehörde sei bereits im vergangenen Jahr informiert und aufgefordert worden, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Da dies bisher noch nicht geschehen sei, würde das KBA weitere Schritte prüfen, damit die Unzulässigkeiten in den betroffenen Fahrzeugen entfernt werden könnten.

DIes zeigt zum einen, dass das KBA bereits seit mindestens einem halben Jahr von Unzulässigkeiten bei Wohnmobilen weiß, ohne die Öffentlichkeit darüber informiert zu haben. Bei den betroffenen Typgenehmigungsbehörden könnte es sich zudem um das KBA selbst handeln. Die DUH hatte ein Wohnmobil des Herstellers Pilote getestet, das in Itailen zugelassen worden war, sowie eines der Marke Dethleffs - für dieses war das KBA als Typgenehmigungsbehörde verantwortlich gewesen.

Die Deutsche Umwelthilfe fordert das KBA zu Rückrufen auf und hat zudem angefragt, bei welchen Modellen Unzulässigkeiten festgestellt worden waren und um welche unzulässigen Abschalteinrichtungen es sich konkret handelt. Hierauf hat das KBA noch nicht geantwortet.

Gilt das Diesel Fahrverbot auch für mein Wohnmobil?

Ja! Hamburg, Berlin, Stuttgart und Darmstadt haben bereits Fahrverbote für Diesel eingeführt. Diese gelten in den vier Städten für Diesel mit der Abgasnorm Euro 5 und schlechter. In weiteren Städten könnten solche Fahrverbote schon bald eingeführt werden. Grundsätzlich gelten diese Fahrverbote auch für Wohnmobile. Je nach Stadt kann es jedoch möglich sein, eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen. Hierfür ist es allerdings notwendig, dass das Wohnmobil über die grüne Plakette verfügt und noch vor Inkrafttreten der Fahrverbote erworben wurde. Zudem liegt es im Ermessen der Stadt dem Antrag stattzugeben oder ihn abzulehnen. Zu den anderen Städte sind keine Wohnmobil-Ausnahmeregelungen bekannt.

Möglichkeiten für Betroffene im Wohnmobil Abgasskandal

Grundsätzlich gilt im Abgasskandal: Wenn im Fahrzeug eine illegale Abschalteinrichtung vorhanden ist, dann hat der Käufer einen Anspruch auf Schadensersatz oder eine Entschädigungszahlung. Das ist bei einem Wohnmobil nicht anders als bei einem Pkw. So wurde VW bereits vom Bundesgerichtshof verurteilt, gegen Mercedes, Audi und Porsche gibt es Urteile von Oberlandesgerichten und gegen BMW von Landesgerichten. Normalerweise wird eine solche Klage am Stammsitz des Herstellers eingereicht, weshalb Fiat Kunden in Italien klagen müssten. Doch das hat sich nach einem verbraucherfreundlichen Urteil des Europäischen Gerichtshofs geändert.

Carado Wohnmobile könnten im Abgasskandal betroffen sein

EuGH-Urteil: Kunden ausländischer Hersteller können auch in Deutschland klagen

Dieser urteilte am 09. Juli 2020, dass die Hersteller in dem Land verklagt werden können, in dem das manipulierte Auto gekauft wurde. Denn in der Regel entscheiden Gerichte, dass der Schaden zum Zeitpunkt des Kaufes eingetreten ist. Die erste Klage gegen Fiat in Deutschland wurde daraufhin bereits eingereicht. Seit Anfang 2021 fallen auch die ersten positiven Urteile.

Hunderttausende Wohnmobile, die den Fiat Ducato, den Iveco Daily, den Citroën Jumper, den Mercedes Sprinter oder den Peugeot Boxer als Basisfahrzeug nutzen könnten mit unzulässigen Abschalteinrichtungen ausgestattet sein.

Schadensersatz:

Bei einer erfolgreichen Klage wird der Hersteller in der Regel gemäß § 826 wegen vorsätzlicher und sittenwidriger Schädigung verurteilt. Der Kläger kann das Fahrzeug zurückgeben, der Hersteller muss den Kaufpreis (abzüglich einer Nutzungsentschädigung) erstatten. Diese Nutzungsentschädigung berechnet sich anhand der bereits mit dem Fahrzeug gefahrenen Kilometer, sowie anhand der (vom Gericht festgelegten) maximalen Laufleistung. Wohnmobilbesitzer haben hier gegenüber Pkw-Fahrern gleich zwei Vorteile. Denn zum einen liegen die jährlichen Laufleistungen von Wohnmobilen eher im unteren Bereich. Zum anderen kann die maximale Laufleistung durchaus auf 400.000 oder gar 500.000 Kilometer geschätzt werden. Entsprechend niedrig kann der Nutzungsersatz ausfallen, der vom Kaufpreis abgezogen wird.

Entschädigungszahlung:

Alternativ zum Schadensersatz ist auch eine Entschädigungszahlung möglich. Hier wird das Fahrzeug behalten, weshalb diese Option für viele Wohnmobilbesitzer, die viel Liebe in die individuelle Ausstattung ihres Fahrzeugs gesteckt haben, attraktiver ist. Der Hersteller wird in diesem Fall dazu verurteilt, den Kaufpreis zu mindern. Der Kläger bekommt demnach einen Teil des Kaufpreises erstattet. Die zu erstattende Summe kann sich dabei auf bis zu 20 oder gar 25% des Kaufpreises belaufen.

Wehren Sie sich!

Die geschädigten Verbraucher im Wohnmobil Abgasskandal wehren sich! Die Staatsanwaltschaft Frankfurt teilte im Oktober 2020 mit, dass bereits mehrere hundert Anzeigen gegen Fiat und Iveco vorlägen, etwa 90% davon von Wohnmobil-Besitzern.

Wenn Sie eines der betroffenen Modelle von Fiat, Mercedes oder Iveco fahren oder ein Wohnmobil von einem der weiteren gelisteten Hersteller (Peugeot, Citroën), die ebenfalls manipulierte Motoren verwenden könnten, dann kontaktieren Sie uns! Wir haben uns auf den Abgasskandal spezialisiert und prüfen gerne kostenfrei die Betroffenheit Ihres Fahrzeugs und die rechtlichen Möglichkeiten, die Sie im Abgasskandal haben.

Urteile: Schadensersatz oder Entschädigung für manipulierte Wohnmobile

Fiat:

Landgericht Koblenz, Versäumnisurteil vom 01.03.2021, 12 O 316/20:

Hersteller: Roller Team

Wohnmobil: Zefiro 266TL

Basisfahrzeug: Ducato

Motor: 2,3 Liter

Abgasnorm: Euro 6

Landgericht Stade, Versäumnisurteil vom 15.04.2021, 2 O 12/21:

Hersteller: Forster

Wohnmobil: T699 HB Fresh

Basisfahrzeug: Ducato

Motor: 2,3 Liter

Abgasnorm: Euro 6b

Landgericht Görlitz, Versäumnisurteil vom 11.05.2021, 5 O 28/21:

Hersteller: Challenger

Wohnmobil: 398 XLB

Basisfahrzeug: Ducato

Motor: 2,3 Liter

Landgericht Gera, Versäumnisurteil vom 31.05.2021, 7 O 103/21:

Hersteller: Carado

Wohnmobil: T 337

Basisfahrzeug: Ducato

Motor: 2,3 Liter

Abgasnorm: Euro 6

Landgericht Nürnberg-Fürth, Versäumnisurteil vom 09.07.2021, 19 O 737/21:

Hersteller: Knaus

Wohnmobil: Sun Ti 650 MF Platinum Edition

Basisfahrzeug: Ducato

Motor: 2,3 Liter

Abgasnorm: Euro 6b

Landgericht Stade, Teilversäumnisurteil vom 17.08.2021, 2 O 175/21:

Hersteller: Pilote

Wohnmobil: P 700 Essentiel

Basisfahrzeug: Ducato

Motor: 2,3 Liter

Abgasnorm: Euro 6b

Anmerkung: Der Händler wurde dazu verurteilt, den Kaufpreis um gut 25% zu mindern und dem Käufer fast 18.000 Euro zu erstatten.

 

Urteile liegen zudem bereits gegen die Daimler AG zum Marco Polo vor (verurteilt durch das Oberlandesgericht Köln).

Die Volkswagen AG wurde zudem schon mehrfach beim Modell T6 zu Schadensersatz verurteilt.

FAQ zum Wohnmobil Abgasskandal

Welche Wohnmobile sind vom Dieselskandal betroffen?

Wohnmobile, die auf den folgenden Basisfahrzeugen aufgebaut wurden, sind im Abgasskandal betroffen:

  • Fiat Ducato
  • Iveco Daily
  • Citroën Jumper
  • Peugeot Boxer
  • Mercedes Sprinter
  • Mercedes Vito
  • Mercedes V-Klasse
  • VW T5
  • VW T6
  • VW Crafter
Muss mein Wohnmobil ein Software-Update bekommen?

Steht für Ihr Wohnmobil ein Software-Update zur Verfügung, werden Sie vom Kraftfahrt-Bundesamt per Post informiert. Es gibt bereits einen ersten Rückruf im Wohnmobil Abgasskandal und zwar für den Iveco Daily. Handelt es sich um einen Pflichtrückruf, muss das Software-Update aufgespielt werden, sonst droht die Stilllegung. Auf der anderen Seite sind die Folgen des Updates noch unklar. Bei Pkws hat sich gezeigt, dass mit einem anschließend höheren Spritverbrauch oder gar mit Motorproblemen gerechnet werden muss.

Kann ich mein Wohnmobil zurückgeben?

Wenn sich in Ihrem Wohnmobil eine unzulässige Abschalteinrichtung befindet, haben Sie Anspruch auf Schadensersatz oder eine Entschädigungszahlung. Wählen Sie die erste Option, können Sie Ihr Wohnmobil zurückgeben und bekommen im Gegenzug den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung erstattet.

Kann ich für mein manipuliertes Wohnmobil Entschädigung bekommen?

Wurde in Ihrem Wohnmobil eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet, Sie möchten es aber trotzdem weiterfahren, besteht die Möglichkeit, dass Sie das Fahrzeug behalten und der Hersteller Ihnen eine Entschädigung für die Manipulation zahlen muss. Diese kann etwa 20% des Kaufpreises betragen.