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Der Seat Diesel Skandal

Geld zurück im Abgasskandal

Hunderttausende Autofahrer sind alleine in Deutschland vom Seat Diesel Skandal betroffen. Es gibt Rückrufe, Software-Updates mit unklarer Langzeitwirkung, Fahrverbote und einen hohen Wertverlust.


Schadensersatz im Seat Diesel Skandal

Im Seat Diesel Skandal können betroffene Kunden Schadensersatz fordern. So wehren sie sich gegen illegale Abschalteinrichtungen, Wertverlust und Fahrverbote. Auch der Widerruf des Autokredits ist im Seat Diesel Skandal für viele Verbraucher eine Option.

Betroffene Modelle im Seat Diesel Skandal

Anders als die anderen Hersteller geht Seat sehr offen mit dem Seat Diesel Skandal um und veröffentlicht auf seiner Homepage klare Informationen zu den betroffenen Modellen. 700.000 Seat Fahrzeuge verfügen über den Motor EA 189, der nachweislich über eine illegale Abschalteinrichtung verfügt. Sowohl 1.2 Liter, als auch 1.6 und 2.0 Liter Motoren sind betroffen. Seat selbst nennt die folgenden Modelle:

  • Ibiza SC IV
  • Ibiza 5D IV
  • Ibiza ST IV
  • Leon II
  • Altea
  • Altea XL
  • Altea Freetrack
  • Toledo III
  • New Toledo
  • Exeo
  • Exeo S
  • Alhambra

Damit sind alle Seat Diesel Modelle betroffen, die um 2010 hergestellt wurden. In neueren Seat Modellen mit der Abgasnorm Euro 6 ist der verruchte Motor EA 189 dagegen nicht mehr verbaut.

Rückrufe im Seat Diesel Skandal

Alle 700.000 Seat Diesel, die über den Motor EA 189 verfügen, werden zurückgerufen. Seat schreibt die betroffenen Halter an und bittet sie in die Werkstatt. Dort wird ein Software-Update aufgespielt, das die illegale Abschalteinrichtung entfernen soll. Diese illegale Abschalteinrichtung erkennt, wenn sich der Seat Diesel auf dem Prüfstand befindet und die Motorsteuerung schaltet daraufhin in den Modus 1, in dem besonders wenige Stickoxide ausgestoßen werden. Auf der Straße wird jedoch der Modus 2 genutzt, der zu Stickoxidemissionen führt, die deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert liegen.


Aus technischer Sicht raten wir jedoch von dem Software-Update ab. Immer mehr Fahrer berichten von negativen Erfahrungen, die sie mit dem Diesel Update machen mussten, sei es bei VW oder Mercedes. So wird berichtet, dass sich der Sprit- und der AdBlue-Verbrauch erhöhen, die Leistung fällt und es zu einer Versottung des Motors kommt. Letzteres ist sogar logisch – schließlich behaupten die Hersteller noch immer, dass die illegalen Abschalteinrichtungen notwendig seien, um eine Versottung des Motors zu verhindern. Nachdem diese durch das Software-Update entfernt werden, ist wohl zu erwarten, dass dies Auswirkungen hat. Auch wenn die Hersteller, so auch Seat, versichern, dass das Software-Update keine Verschlechterung hinsichtlich Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen, Motorleistung, maximalem Drehmoment und Geräuschemissionen mit sich bringen wird.


Von dem vom Kraftfahrt-Bundesamt verpflichtenden Rückruf sind nur etwa 100.000 Seat Diesel betroffen, Seat selbst spricht aber ja von 700.000 Fahrzeugen, die das Software-Update bekommen sollen. Wenn Sie Post von Seat erhalten, sollten Sie daher genau prüfen, ob Ihr Fahrzeug Teil des verpflichtenden Rückrufes ist. Denn diesen können Sie nicht ablehnen. Wenn Sie sich weigern, das Software-Update aufspielen zu lassen, müssen Sie damit rechnen, dass Ihr Diesel zwangsstillgelegt wird. Eine freiwillige Maßnahme können Sie dagegen gutes Gewissens ablehnen, ohne akut negative Folgen befürchten zu müssen.


Wenn Sie Post von Seat bekommen haben und unsicher sind, wie Sie nun weiter vorgehen sollen, kontaktieren Sie uns! Wir bieten Ihnen ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch an, in dem wir die rechtlichen Möglichkeiten mit Ihnen durchgehen und Ihnen auch ausrechnen, wie hoch Ihre Ansprüche sein könnten.

Fahrverbote – auch Seat Diesel betroffen

Eine indirekte Folge aus dem Abgasskandal allgemein sind Fahrverbote. Plötzlich, mit Aufkommen des Abgasskandals, stehen Fahrverbote auf der Agenda, die die Deutsche Umwelthilfe schon Jahre vorher gefordert hatte. Teilweise, wie in Stuttgart, werden Dieselfahrer aus Städten komplett ausgesperrt – auch Pendler und Anwohner. In anderen Städten, wie Hamburg und Darmstadt, sind bisher nur einzelne Straßen betroffen. In dutzenden weiteren Städten hat die DUH geklagt. So werden sich 2019/2020 etliche Verfahren entscheiden und es muss damit gerechnet werden, dass zahlreiche weitere Städte, darunter Berlin, Köln und Frankfurt Diesel Fahrverbote einführen.


Von Diesel Fahrverboten sind generell Diesel mit der Abgasnorm Euro 4 und schlechter betroffen. In vielen Städten umfasst das Fahrverbote aber auch Euro 5 Diesel. Und sogar Fahrverbote für Euro 6 Diesel sind nach einem Urteil eines EU Gerichts nicht mehr gänzlich ausgeschlossen und könnten bei schlecht bleibender Luft 2021 eingeführt werden. 83% aller Seat Diesel verfügen nicht über die Abgasnorm Euro 6 und sind somit direkt von Fahrverboten betroffen.


Somit ist die Wahrscheinlichkeit, von Fahrverboten betroffen zu sein, bei allen Diesel Fahrern recht hoch. Lassen Sie dies nicht auf sich sitzen, sondern nutzen Sie unsere kostenfreie Erstberatung, um herauszufinden, was Sie tun können!

 

Rechtsschutzversicherung muss zahlen

Im Rahmen der kostenlosen Erstberatung stellen wir auch eine Deckungsanfrage an Ihre Rechtsschutzversicherung. Wenn wir für Sie tätig werden sollen, sorgen wir dafür, dass diese die Kosten übernimmt – die Versicherungen stellen sich manchmal stur, doch wir setzen Ihr Recht durch!

Diesel leiden unter hohem Wertverlust

Ganz unabhängig davon, ob Ihr Fahrzeug direkt vom Abgasskandal betroffen ist, über eine illegale Abschalteinrichtung verfügt oder von Fahrverboten betroffen ist - eines haben alle Diesel gemeinsam: einen enormen Wertverlust! Händler berichten davon, dass Diesel überdurchschnittlich lange auf den Höfen stehen und dass Sie sogar hohe Rabatte anbieten müssen, um die Diesel loszuwerden. Kaum einer will noch ein Auto kaufen, das nicht überall gefahren werden kann oder das über ein Software-Update verfügt, dessen langfristige Folgen nicht bekannt sind. Die Preise für Diesel sind daher erheblich gefallen. Das merken auch Privatverkäufer, die ihren Seat Diesel verkaufen wollen.


Lassen Sie diesen Wertverlust nicht auf sich sitzen, sondern nutzen Sie Ihre rechtlichen Möglichkeiten. Sie als Verbraucher haben sich nichts zu Schulden kommen lassen und sollen den Abgasskandal und die Fehler der Hersteller jetzt ausbaden? Nicht mit uns! Wir erläutern Ihnen in einem kostenfreien und unverbindlichen Erstgespräch, wie es nun weiter gehen kann und was Sie tun müssen, um die Wertverluste an die täuschenden Hersteller zurückzugeben.

Folgen des Seat Diesel Skandals

Als Folge des VW Diesel Skandals musste VW ein Bußgeld in Höhe von einer Milliarde Euro zahlen. In den USA wurden nach einem Vergleich sogar 4,3 Milliarden Dollar fällig. Manager wurden in den USA zudem zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt, während die strafrechtlichen Ermittlungen in Deutschland noch laufen. Unter anderem wurde bereits gegen Martin Winterkorn Anklage erhoben.


Der Abgasskandal hat VW bereits an die 30 Milliarden Euro gekostet. Der Absatz, gerade bei Seat schwächelt allerdings nicht, ganz im Gegenteil. Seit 2010 konnte Seat den Absatz in Europa jedes Jahr steigern. Von 2015auf 2016 bliebt er zwar nahezu gleich, was durchaus auf den Seat Diesel Skandal zurückzuführen sein kann, doch bereits 2017 zog er wieder kräftig an und erreichte 2018 einen neuen Rekordwert. Dieser wird 2019 voraussichtlich sogar noch übertroffen – das Vertrauen der Verbraucher in die Marke Seat scheint trotz des Seat Diesel Skandals und wöchentlich neuer Urteile gegen den Hersteller ungebrochen zu sein.

Klagen gegen Seat aufgrund von illegaler Abschalteinrichtung

Es gibt bereits etliche erfolgreiche Schadensersatzklagen von Seat Besitzern. Die Gerichte berufen sich dabei auf den Paragraphen 826 BGB und werfen Seat bzw. VW sittenwidrige und vorsätzliche Schädigung vor. So wurde bereits für folgende Fahrzeuge Schadensersatz zugesprochen: Alhambra, Exeo, Leon, Altea, Toledo und Ibiza. Damit wurde für alle Modelle, die direkt vom Seat Diesel Skandal betroffen sind, bereits Schadensersatz zugesprochen. Die Chancen stehen also sehr gut.


Zusätzlich läuft seit dem November 2018 eine Musterfeststellungsklage gegen VW, der sich auch Seat Fahrer anschließen können. Vorausgesetzt, sie fahren einen Diesel mit dem Motor EA 129 und haben das Auto nach dem 01. November 2008 gekauft. Bei der Musterfeststellungsklage geht es allerdings erstmal nur darum, festzustellen, ob grundsächlich ein Recht auf Schadensersatz besteht. Im Anschluss muss jeder Kläger noch einmal individuell klagen. Dadurch zieht sich das Verfahren sehr in die Länge und da man das Fahrzeug in der Regel währenddessen weiter fährt, sammelt sich eine hohe Nutzungsentschädigung an. Wenn Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, raten wir Ihnen daher eher zur Einzelklage. So kommen Sie schnell an Ihr Recht!

 

Warum HAHN Rechtsanwälte beauftragen?

Die Kanzlei hat bereits über 30 Jahre Erfahrung im Feld des Bank- und Kapitalmarktrechts und arbeitet ausschließlich auf der Seite der Verbraucher und Anleger. HAHN Rechtsanwälte hat bereits Tausende von Kreditverträgen geprüft und weiß, wo Banken Fehler unterlaufen sind. test.de und finanztip.de empfehlen die Kanzlei als eine der erfolgreichsten auf dem Gebiet des Kreditwiderrufs.

Schadensersatz fordern von Seat

Wenn auch in Ihrem Seat eine illegale Abschalteinrichtung verbaut ist, sprich, wenn Sie eines der genannten Modelle fahren, dann haben Sie ein Recht auf Schadensersatz. Wie die Gerichte bestätigt haben, hat Sie der Hersteller vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt und muss den Schaden wieder gut machen. Dies ist übrigens unabhängig davon, ob ein Fahrzeug Teil eines verpflichtenden oder eines freiwilligen Rückrufs war – auch bei letzteren wurde schon Schadensersatz zugesprochen. Das heißt, bei einer erfolgreichen Schadensersatzklage bekommen Sie den gezahlten Kaufpreis erstattet und geben im Gegenzug das manipulierte Fahrzeug an Seat zurück. Je nachdem wie das Gericht entscheidet, wird Ihnen eventuell eine Nutzungsentschädigung abgezogen, die an den Hersteller zu zahlen ist. Mit dieser soll der Wertverlust ausgeglichen werden, den das nun zurück gegebene Fahrzeug in der Zeit, in der Sie es gefahren sind, erlitten hat.


Diese Nutzungsentschädigung ist unter Juristen allerdings umstritten und auch Hahn Rechtsanwälte vertritt die Ansicht, dass diese bei Schadensersatzfällen nicht zu zahlen ist. Denn dadurch würde der Hersteller, der die Verbraucher schließlich über einen langen Zeitraum wissentlich getäuscht hat, unbillig entlastet.

Widerruf des Autokredits – die Alternative bei Finanzierung

Auch, wenn Sie überhaupt nicht vom Abgasskandal betroffen sind, gibt es eine Möglichkeit, ein ungeliebtes Auto loszuwerden – und zwar zu guten Konditionen. Das muss nicht einmal ein Diesel sein, doch aufgrund der hohen Wertverluste sind natürlich grade Diesel Fahrer auf der Suche nach Optionen. Der Widerrufsjoker ist so eine. Diesen können Sie nutzen, wenn Sie Ihren Seat finanziert haben. Genauer: Der Händler muss Ihnen zusammen mit dem Auto auch den Kreditvertrag vermittelt haben. Diese beiden Verträge gelten dann als verbunden und werden als wirtschaftliche Einheit behandelt. Warum das wichtig ist wird gleich erklärt! Beim Widerrufsrecht handelt es sich um ein Verbraucherrecht, das heißt, um sich darauf berufen zu können, müssen Sie den Seat als privater Verbraucher gekauft haben. Wenn dies auf Sie zutrifft, senden Sie uns Ihre Vertragsunterlagen zu – wir prüfen diese kostenfrei! Im Rahmen eines kostenlosen Erstgespräches erläutern wir Ihnen, ob auch Sie den Widerrufsjoker nutzen können und wie hoch Ihre potentiellen Ansprüche sind. Bei der Vertragsprüfung schauen wir, ob in Ihrem Kreditvertrag Fehler enthalten sind, zum Beispiel in den Kündigungs- oder Widerrufsbedingungen. Dies kommt öfter vor als man denkt – etwa 90% aller Autokreditverträge sind fehlerhaft. Und das bedeutet, dass Sie ein ewiges Widerrufsrecht haben. Normalerweise gilt bei diesen Verträgen eine Widerrufsfrist von 14 Tagen. Doch durch die Fehler, die viele Banken gemacht haben, können Sie auch Jahre später noch den Kreditvertrag widerrufen. Und da es sich, wie oben beschrieben, bei den beiden Verträgen um eine wirtschaftliche Einheit handelt, wird im Rahmen eines Kreditwiderrufs auch der Kaufvertrag rückabgewickelt. Das heißt, Sie geben das Auto an die Bank zurück und erhalten dafür die gezahlten Raten, sowie die Anzahlung zzgl. Zinsen erstattet. Bei neueren Verträgen müssen Sie zudem keine Nutzungsentschädigung zahlen und sind den Seat dadurch im Optimalfall jahrelang quasi kostenlos gefahren!