Hamburg | Bremen | Stuttgart


Mercedes im Abgasskandal

- holen Sie sich Ihr Geld zurück!

Illegale Abschalteinrichtung? Nutzen Sie Ihre Chance auf Schadensersatz im Mercedes Abgasskandal.
Oder holen Sie sich Ihr Geld zurück mit dem Autokredit Widerruf.


Mercedes Abgasskandal

Der Mercedes Abgasskandal

Im Mercedes Abgasskandal haben betroffene Autofahrer verschiedene Möglichkeiten sich zu wehren. Bei abgasmanipulierten Fahrzeugen besteht ein Anspruch auf Schadensersatz. Wer seinen Mercedes Diesel finanziert hat, kann eventuell noch heute seinen Autokredit widerrufen.

Welche Modelle sind im Mercedes Abgasskandal betroffen?

Der Mercedes Abgasskandal umfasst inzwischen eine ganze Reihe von Modellen. Bereits der erste offizielle Rückruf von Daimler betraf unter anderem Fahrzeuge der E- und C-Klasse, den GLK, Vito, Sprinter und noch etliche weitere Modelle. Doch im Mercedes Abgasskandal werden immer neue Informationen bekannt. Nach und nach sind weitere Modelle betroffen. Nahezu alle Euro 5 und Euro 6 Diesel von Mercedes sind im Abgasskandal betroffen – denn Daimler ruft im Rahmen einer freiwilligen Kundendienstmaßnahme europaweit etwa drei Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten, um ihnen ein Software-Update aufzuspielen. Die betroffenen Kunden bekommen Post von Daimler und werden darin gebeten, einen Termin zu vereinbaren. Mit Hilfe des Software-Updates soll eine unzulässige Abschalteinrichtung entfernt werden. Aufgrund von bekannt gewordenen Problemen durch das Update (siehe unten) kommen allerdings viele Autofahrer der Einladung nicht nach – sofern es sich um die freiwillige Kundendienstmaßnahme handelt, ist dies auch kein Problem. Einen Pflichtrückruf zu ignorieren, kann dagegen ernste Folgen haben. Denn hier droht die Zwangsstilllegung des Fahrzeugs. Mercedes nutzt allerdings jede Chance, um das Update unter die Leute zu bringen. So haben bereits zahlreiche Fahrer berichtet, dass ohne ihre Einwilligung das Update aufgespielt wurde, während das Fahrzeug für ganz andere Reparaturmaßnahmen in der Werkstatt war. Zum Teil wurde das Update sogar entgegen der klaren Anweisung der Kunden aufgespielt. Wir empfehlen, sofern Ihr Fahrzeug bisher nur im Rahmen der freiwilligen Kundendienstmaßnahme in die Werkstatt geladen wurde, diese abzulehnen und sich die Ablehnung auch schriftlich in der Werkstatt bestätigen zu lassen. Generell ist der sicherste Weg, uns bei Erhalt einer Einladung von Daimler (egal, ob zum Pflichtrückruf oder zur freiwilligen Kundendienstmaßnahme) zu kontaktieren – wir helfen Ihnen weiter!


Übrigens: Wenn Sie nach einem Werkstattaufenthalt einen neuen Aufkleber mit QR-Code an der B-Säule Ihres Fahrzeugs bemerken, dann müssen Sie damit rechnen, dass das Update aufgespielt wurde. Wenden Sie sich dann gerne an uns!

Welche Rückrufe gibt es im Mercedes Abgasskandal?

2018 wurde der erste große Rückruf im Mercedes Abgasskandal durch das Kraftfahrt-Bundesamt angeordnet. Er umfasste alleine in Deutschland etwa 280.000 Fahrzeuge. Alle betroffenen Fahrzeuge verfügten über die Abgasnorm Euro 6b. Dabei waren unter anderem die C-, E- und S-Klasse, der Vito, der CLS, der SLK und der GLE, sowie etliche weitere Modelle. Betroffene Kunden erhalten Post von Daimler, wenn das Software-Update für ihr spezielles Modell bereit steht.


Im Juni 2019 wurde dann ein weiterer Rückruf angeordnet, diesmal für den GLK mit der Abgasnorm Euro 5. Hier waren etwa 40.000 Fahrzeuge in Deutschland betroffen.


Ebenfalls im Sommer 2019 wurde bekannt, dass offenbar weitere Modelle von einem neuen Pflichtrückruf betroffen sind, der noch nicht offiziell bekannt gemacht wurde. Einige unserer Mandanten hatten Post von Daimler bekommen, in der es hieß, dass Ihr Fahrzeug (dabei handelte es sich um die C-Klasse) nun nicht mehr nur Teil der freiwilligen Kundendienstmaßnahme sei, sondern im Rahmen eines vom KBA angeordneten Pflichtrückrufes in die Werkstatt kommen müsse.


Im Oktober 2019 wurde zudem ein weiterer potentieller Rückruf bekannt. Diesmal geht es um den Sprinter, den Transporter von Mercedes. Auch hier hat das KBA eine unzulässige Abschalteinrichtung gefunden und ein Anhörungsverfahren eröffnet. Die Wahrscheinlichkeit, dass hierzu in Kürze ein offizieller Rückruf bekannt gegeben wird, ist hoch.


Parallel läuft zudem die freiwillige Kundendienstmaßnahme von Mercedes, in deren Rahmen europaweit drei Millionen Autos in die Werkstätten gebracht werden sollen, um dort das Software-Update zu bekommen. Die von Pflichtrückrufen betroffenen Fahrzeuge sind in der Regel bereits Teil der freiwilligen Maßnahme. Fraglich ist jedoch, wie viele Autofahrer dem freiwilligen Aufruf folgen werden. Nach Bekanntwerden von negativen Erfahrungen mit dem Update hält sich die Begeisterung bei vielen Mercedes Kunden in Grenzen und sie verzichten auf das Update, so lange sie können.

 

Probleme mit dem Diesel Software-Update

In einschlägigen Foren berichten zahlreiche Fahrer von negativen Erfahrungen mit dem Software-Update von Mercedes. So sei es in einigen Fällen zu einem erhöhten Spritverbrauch gekommen, in anderen zu einem erhöhten AdBlue-Verbrauch und wieder andere berichten von einer nachlassenden Leistung, seltsamen Motorengeräuschen oder einer Versottung des Motors. Die Langzeitfolgen des Updates sind unklar, so dass wir aus technischer Sicht davon abraten, es aufspielen zu lassen. Mercedes selbst gibt zwar an, dass die Werte sich nach dem Update nicht verschlechtern sollen und dass es Reparaturen, die aufgrund des Updates nötig sein sollten, kostenlos übernehmen werde – dazu müssen die Fahrer aber nachweisen können, dass das Update tatsächlich Schuld ist, was äußerst schwer werden wird.

Fahrverbote auch für Mercedes Diesel

Fahrverbote überall – auch für Mercedes Fahrer! Immer mehr Städte verbannen Fahrer von Euro 4 oder Euro 5 Dieseln aus ihren Städten oder zumindest aus bestimmten Straßen. Hamburg, Darmstadt, Stuttgart, ab Herbst 2019 auch Berlin. Und es könnten noch viele weitere Städte folgen, denn die Deutsche Umwelthilfe will Fahrverbote in gut 30 deutschen Städten einführen lassen. Da die zuständigen Behörden in der Regel in Berufung gehen, zieht sich die tatsächlich Einführung oft über ein Jahr oder länger hin, doch es ist davon auszugehen, dass auch 2020 noch weitere Fahrverbote für Diesel eingeführt werden. In einigen Städten sind auch Benziner betroffen, doch hauptsächlich müssen sich Diesel Fahrer Gedanken machen, wie sie nun an ihr Ziel kommen. Ganz besonders hart ist das Fahrverbot in Stuttgart. Hier wird das gesamte Stadtgebiet für ältere Diesel gesperrt - auch für Anwohner oder Pendler gibt es keine Ausnahmen. Bisher gilt das Fahrverbot nur für Euro 4 Diesel und darunter, doch auch Euro 5 Diesel müssen eigentlich ausgesperrt werden – noch wehrt sich die schwarz-grüne Landesregierung jedoch gegen das entsprechende Urteil.


Natürlich sind auch Mercedes Diesel von den Fahrverboten betroffen – die Verbote machen vor keinem Hersteller Halt. Der Mercedes Abgasskandal ist dabei zwar nicht direkt verantwortlich für die Fahrverbote, doch indirekt hat der Abgasskandal die Verbote ausgelöst – denn erst im Rahmen des Diesel Skandals wurde plötzlich wieder lautstark über die schlechte Luft in deutschen Städten diskutiert, die ja durchaus auch auf die manipulierten Diesel zurückzuführen sind, die viel mehr Stickoxide ausstoßen, als sie dürften und als angegeben ist.

Der Mercedes Abgasskandal sorgt für große Wertverluste

Fahrverbote, Software-Updates mit negativen oder unklaren Folgen, Rückrufe, drohende Zwangsstilllegung….der Mercedes Abgasskandal sorgt für viele Probleme und zusammen genommen folgt daraus ein erheblicher Wertverlust für Mercedes Diesel. Dieser Wertverlust bleibt auf den Kunden sitzen, denn weder die Autoindustrie, noch die deutsche Politik zeigt ein großes Interesse daran, die Kunden zu entschädigen, wie dies zum Beispiel in den USA, aber auch in anderen Ländern der Fall ist. Hier müssen Mercedes Kunden sehen, wie sie mit dem Wertverlust umgehen. Wer seinen Diesel verkaufen will, muss damit rechnen, weniger zu bekommen als erhofft. Wer einem Pflichtrückruf nicht folgt, dem droht die Zwangsstilllegung, wer ihm aber folgt, der muss vielleicht mit technischen Problemen am Auto als Folge des Software-Updates leben. Und Fahrverbote treffen sowieso alle älteren Diesel, egal ob sie über eine illegale Abschalteinrichtung verfügen oder nicht. All diese Probleme werden auf die Kunden abgewälzt, die sich nichts haben zu Schulde kommen lassen. Wer sich gegen die Hersteller wehren und den Wertverlust nicht hinnehmen will, der muss klagen. Welche Möglichkeiten Sie hier haben, erklären wir Ihnen etwas weiter unten.

 

Das Thermofenster

Unter dem Thermofenster versteht man einen Temperaturrahmen, bei dem die Abgasreinigung entweder ganz ausgeschaltet oder aber stark heruntergefahren wird. Erlaubt sind diese Thermofenster in Europa generell nicht. Nur als Ausnahme sind sie gestattet, wenn dadurch der Motor geschützt werden muss. Mercedes und auch VW nutzen das Thermofenster aber in einem so großzügigen Rahmen, dass es angesichts der Temperaturen in Deutschland nahezu dauerhaft genutzt wird. Im Straßenbetrieb ist die Abgasreinigung also nahezu dauerhaft abgeschaltet oder zumindest heruntergefahren. Verschiedene Gerichte haben das Thermofenster daher schon als unzulässige Abschalteinrichtung bezeichnet und betroffenen Kunden deshalb Schadensersatz zugesprochen.

 

Die Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung

Auch bei der Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung handelt es sich laut der Einschätzung mehrerer Gerichte um eine unzulässige Abschalteinrichtung, die zu Schadensersatzansprüchen führen kann. Die Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung wird im Prüfstand genutzt, um die Kühlmittelkreislauf besonders lange kühl zu halten. Die Temperatur des Motoröls steigt so nur langsam an und es werden wenige Stickoxide ausgestoßen. Ohne den Einsatz dieser Abschalteinrichtung werden auf der Straße jedoch weit mehr Stickoxide ausgestoßen.

Erfolgreich auf Schadensersatz klagen im Mercedes Abgasskandal

Betrogene Kunden im Mercedes Abgasskandal werden von der Autoindustrie und der Politik allein gelassen. Doch HAHN Rechtsanwälte steht auf der Seite der Verbraucher. Wir bieten Ihnen eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung an und prüfen Ihre Betroffenheit und Ihre rechtlichen Möglichkeiten. Sofern Ihr Diesel über eine illegale Abschalteinrichtung, wie zum Beispiel das Thermofenster oder die Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung verfügt, haben Sie einen Anspruch auf Schadensersatz. Dieser begründet sich auf den Paragraphen 826 des BGB. Dem Hersteller wird dabei vorsätzliche sittenwidrige Schädigung vorgeworfen aufgrund derer er Schadensersatz zahlen muss. Dieser beläuft sich in der Regel auf die Summe des vom Kläger gezahlten Kaufpreises. Bei einer erfolgreichen Klage geben Sie das manipulierte Fahrzeug an Mercedes zurück und erhalten dafür den Kaufpreis erstattet. Je nach Gericht kann es vorkommen, dass Ihnen dabei eine Nutzungsentschädigung für die bereits gefahrenen Kilometer abgezogen wird. Je weniger Sie daher mit dem Wagen gefahren sind, desto besser. HAHN Rechtsanwälte vertritt allerdings die Auffassung, dass dies eine unbillige Entlastung des Schädigers, in diesem Fall der Daimler AG, wäre. HAHN Rechtsanwälte hat zudem schon große Erfolge hinsichtlich zu zahlender Zinsen gefeiert. Unseren Mandanten wurden bereits von verschiedenen Gerichten deliktische Zinsen zugesprochen. Diese belaufen sich auf jährlich 4% des Kaufpreises und werden ab dem Kaufdatum und bis zur Rechtsanhängigkeit berechnet. So können schnell mehrere Tausend Euro zusammenkommen.


Die Schadensersatzklage eignet sich für alle, die eine Einladung zum Rückruf von Daimler erhalten haben – sei es im Rahmen eines verpflichtenden Rückrufs, der durch das KBA angeordnet wurde oder im Rahmen der freiwilligen Kundendienstmaßnahme. Auch bei letzterer wurde bereits Schadensersatz zugesprochen. Dabei ist es übrigens unerheblich, ob Sie dieser Einladung gefolgt sind und das Software-Update haben aufspielen lassen. Eine Klage auf Schadensersatz ist auch dann noch möglich, wenn Ihr Diesel bereits über das Update verfügt.

Die alternative Möglichkeit – der Widerrufsjoker

Für alle, die ihren Mercedes finanziert haben, bietet sich im Mercedes Abgasskandal noch eine weitere Möglichkeit, den Wertverlust auszugleichen. Wenn ein paar Grundvoraussetzungen erfüllt sind, dann kann der Widerrufsjoker eingesetzt werden. Dafür muss die Finanzierung zusammen mit dem Kaufvertrag abgeschlossen worden sein, das heißt, der Händler hat den Kredit vermittelt. Zudem muss man das Auto als Verbraucher gekauft haben, da es sich beim Widerrufsrecht um ein Verbraucherrecht handelt. Die letzte notwendige Voraussetzung ist, dass der Kreditvertrag Fehler enthält, zum Beispiel eine nicht ordnungsgemäße Widerrufsabelehrung. Dies ist einfacher als gedacht, denn etwa 90% aller Autokreditverträge enthalten solche Fehler und sind damit auch noch nach Jahren widerrufbar. Denn eigentlich beträgt die Widerrufsfrist nur 14 Tage – bei fehlenden Pflichtangaben oder einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung beginnt diese Frist jedoch nicht zu laufen und der Verbraucher genießt ein ewiges Widerrufsrecht.


Bei einem erfolgreichen Widerruf geben Sie Ihren Mercedes an die Bank zurück und erhalten dafür Ihre Anzahlung, sowie alle bisher gezahlten Raten erstattet. Zudem müssen Sie den Kredit natürlich nicht weiter bedienen. Je nachdem, von wann Ihr Vertrag ist, wird das Gericht Ihnen eine Nutzungsentschädigung abziehen. Bei Verträgen, die nach Juni 2014 geschlossen wurden, sollte das unserer Auffassung nach nicht der Fall sein. Der Autokredit Widerruf ist grundsätzlich bei jedem Auto möglich, Diesel oder Benziner, Neu- oder Gebrauchtwagen, mit illegaler Abschalteinrichtung oder ohne.

Video Mercedes Autokredit Widerruf

FAQ Mercedes Abgasskandal

Was ist der Mercedes Abgasskandal?

Unter dem Mercedes Abgasskandal versteht man einen Skandal, der spätestens seit 2017 die Autobranche erschüttert. Daimler hat in zahlreichen Mercedes Diesel Fahrzeugen unzulässige Abschalteinrichtungen eingebaut. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat daraufhin Rückrufe angeordnet, um mit Hilfe eines Software-Updates die Einrichtungen zu entfernen. Immerm ehr Gerichte sprechen betroffenen Verbrauchern im Mercedes Abgasskandal Schadensersatz zu.

Wie bekomme ich im Mercedes Abgasskandal Schadensersatz?

Sofern eine unzulässige Abschalteinrichtung in Ihrem Mercedes verbaut wurde, haben Sie einen Anspruch auf Schadensersatz. Und immer dann, wenn Ihr Fahrzeug Teil eines Rückrufs ist (sei es die freiwillige Kundendienstmaßnahme oder ein Pflichtrückruf) können Sie davon ausgehen, dass eine solche illegale Abschalteinrichtung vorhanden ist.

Welche Urteile gibt es im Mercedes Abgasskandal?

Immer mehr Gerichte entscheiden im Mercedes Abgasskandal für die Verbraucher und verurteilen Daimler zur Zahlung von Schadensersatz. Inzwischen gibt es sogar ein erstes Urteil eines OLG. Das OLG Köln hält einen Anspruch auf Schadensersatz für möglich - das Landgericht Aachen muss nun entscheiden.