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FAQs: Schadensersatz im Abgasskandal

Hier bekommen Sie Antworten zu den wichtigsten Fragen zum Diesel Schadensersatz. Der Abgasskandal schockiert seit 2015 die Autobranche. Doch sowohl die Hersteller, als auch die Politik lassen die Verbraucher im Stich, die mit hohen Wertverlusten ihrer Fahrzeuge zu kämpfen haben. Wenn eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut wurde, haben Verbraucher jedoch einen Anspruch auf Schadensersatz.

Wann kann ich Schadensersatz fordern?

Zahlreiche Fahrzeuge sind Teil von offiziellen Rückrufen oder von freiwilligen Service-Maßnahmen. Bei den offiziellen Rückrufen hat das Kraftfahrt-Bundesamt festgestellt, dass die Fahrzeuge über eine illegale Abschalteinrichtung verfügten - damit steht den Verbrauchern hier Schadensersatz zu. Auch bei den Fahrzeugen, die Teil einer freiwilligen Service-Maßnahme sind, kann davon ausgegangen werden, dass sie über eine illegale Abschalteinrichtung verfügen und der Verbraucher damit auf Schadensersatz im Abgasskandal klagen kann.

Wie viel Schadensersatz kann ich bekommen?

Bei einer vollumfänglich erfolgreichen Schadensersatzklage geben Sie das Auto zurück und erhalten dafür den Kaufpreis erstattet. Wenn das Gericht Ihnen deliktische Zinsen zuspricht betragen diese 4 Prozent auf den Kaufpreis und zwar ab dem Kaufdatum. Eventuell wird Ihnen eine Nutzungsentschädigung abgezogen, was unserer Auffassung nach bei Schadensersatzfällen jedoch nicht der Fall sein sollte.

Was kostet mich die Klage?

Das Honorar von HAHN Rechtsanwälte hängt vom Streitwert ab. Wir rechnen, bis auf wenige Ausnahmen, nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz ab.

Eine eintrittspflichtige Rechtschutzversicherung mit Verkehrsrechtsschutz übernimmt für Sie die Kosten, außer einer vertraglich vereinbarten Selbstbeteiligung und eventuell nicht gedeckter Fahrt- und Abwesenheitskosten.

Wir bieten Ihnen eine kostenlose Erstberatung an und übernehmen in diesem Zusammenhang auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung.

Übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten des Verfahrens?

Wenn Sie bereits eine Rechtschutzversicherung mit Verkehrsrechtschutz haben, übernimmt diese normalerweise die Kosten der anwaltlichen Vertretung. Am besten senden Sie uns Ihre vollständigen Vertragsunterlagen zu. Wir nehmen kostenfrei eine Erstprüfung und eine Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtschutzversicherung vor.

Muss ich das Software-Update durchführen lassen?

Jein. Im Grunde kann Sie niemand zwingen Umrüstungsmaßnahmen, z.B. ein Software-Update, vornehmen zu lassen. Allerdings sind bei einem verpflichtenden Rückruf behördliche Maßnahmen denkbar, die zu einer Stilllegungsverfügung führen können. Werden Sie gebeten, das Software-Update im Rahmen einer freiwilligen Maßnahme vornehmen zu lassen, können Sie dies verweigern.

Was kann passieren, wenn ich das Pflicht-Update nicht vornehmen lasse?

Bei einer Weigerung, einem Pfichtrückruf nachzukommen, kann es passieren, dass Ihr Fahrzeug stillgelegt wird oder Sie beim nächsten TÜV keine Plakette bekommen.

Welche Folgen kann das Update haben?

Mandanten berichten uns von einem erhöhten Sprit- bzw. AdBlue-Verbrauch, von einer Versottung des Motors oder von einer nachlassenden Leistung. Die Hersteller behaupten dagegen, dass das Software-Update keinerlei negative Auswirkungen hat. Das Problem für die Kunden besteht darin, nachzuwiesen, dass Probleme direkt auf das Update zurückzuführen sind. Andernfalls werden die Hersteller keine Reparaturkosten übernehmen.

Wie verhält es sich mit der Musterfeststellungsklage gegen VW?

Die Musterfeststellungsklage ist eine sinnvolle Option für alle betroffenen Autofahrer, die keine Rechtsschutzversicherung haben. Für alle anderen macht die Einzelklahe mehr Sinn, denn auf diesem Weg kommen Sie schneller zu Ihrem Recht und dait auch zur Ihrer Auszahlung. Das Musterfeststellungsverfahren wird sich voraussichtilch viele Jahre hinziehen und die Teilnehmer müssen anschließendn och individuell Ihren Schadensersatz erstreiten.