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Der Opel Diesel Skandal - Jetzt Ansprüche durchsetzen

Der Opel Diesel Skandal bekommt zwar kaum Aufmerksamkeit, schwelt aber auch schon seit 2015. Schon damals hatte das Kraftfahrt-Bundesamt in den Modellen Opel Insignia, Opel Cascada und Opel Zafira eine unzulässige Abschalteinrichtung gefunden. Die betroffenen Opel Modelle wurden schließlich 2018 verpflichtend zurückgerufen. Alle betroffenen Diesel Fahrzeuge verfügen über die Abgasnorm Euro 6. Doch betroffene Verbraucher wehren sich und verlangen Entschädigung - es gibt erste Schadensersatzklagen auch im Opel Dieselskandal.


Die Chronik im Opel Diesel Skandal

Oktober 2021:

Es wird bekannt, dass Opel ein Bußgeld in Höhe von 64,8 Millionen Euro gezahlt hat, um einen Prozess zu verhindern. Bereits im Februar hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt das Bußgeld verhängt, nach gut 8 Monaten ist es nun wohl von Opel gezahlt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen des Verdachts des Betrugs und der Abgasmanipulation ermittelt. Verhängt wurde das Bußgeld letztendlich wegen der Verletzung von Dokumentationspflichten. Neben dem Autobauer selbst ist auch vier Managern eine Geldbuße auferlegt worden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt macht dabei keine gute Figur. Nachdem die Deutsche Umwelthilfe Opel angezeigt hatte, hatte sie die Ermittlungen schnell wieder eingestellt. Erst nachdem auch das Kraftfahrt-Bundesamt den Autobauer angezeigt hatte, wurde erneut und diesmal offensichtlich etwas intensiver ermittelt. Von dem Bußgeld erfährt die Öffentlichkeit nun jedoch nur durch eine Nachfrage der Hessenschau - von selbst hat die Staatsanwaltschaft die Öfentilchkeit nicht über das Bußgeld und die damit verbundene Einstellung des Verfahrens informiert. Dies zeigt einmal mehr die zu enge Verflechtung von Politik und Industrie.

Dezember 2020:

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 17.12.2020 bringt auch Opel in Bedrängnis. Denn der EuGH urteilte, dass Abschalteinrichtungen per se als unzulässig gelten, darunter auch das von Opel eingesetzte Thermofenster. Der Schutz des Motors vor Verschleiß gilt laut dem Urteil zudem nicht als ausreichend, um eine Abschalteinrichtung ausnahmsweise als zulässig zu betrachten.

Mai 2019:

Im Mai 2019 folgt ein weiterer Pflichtrückruf im Zusammenhang mit zu hohen Stickoxidausstößen. Dieses Mal sind die Modelle Opel Corsa und Opel Adam betroffen, jedoch die Benziner. Hierbei geht es allerdings nicht konkret um den Opel Dieselskandal. Das Problem ist, dass nach 50.000 gefahrenen Kilometern die Lambdasonde der Fahrzeuge kaputt gehen kann, woraufhin sich der Stickoxidausstoß erhöhen kann.

Oktober 2018:

Ebenfalls im Oktober 2018 werden Geschäftsräume von Opel in Rüsselsheim und Kaiserslautern durchsucht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun, nachdem das KBA Strafanzeige gestellt hatte. Ermittelt wird allerdings nicht gegen bestimmte Verantwortliche von Opel, sondern gegen Unbekannt.

Oktober 2018:

Im Oktober 2018 folgt dann endlich der lang erwartete Pflichtrückruf für die Modelle Zafira, Insignia und Cascada. Fast 100.000 Fahrzeuge weltweit müssen in die Werkstatt, davon in Deutschland alleine über 30.000. Doch Opel wehrt sich gegen die Vorwürfe und legt Beschwerde ein. Das Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein lehnt einen entsprechenden Eilantrag von Opel am 09.11.2018 ab. Opel versucht es weiter. Doch am 07.11.2019 lehnt auch das Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein den Eilantrag ab - Opel muss den Rückruf nun endlich durchführen.

April 2018:

Ab April 2018 führt Opel eine freiwillige Rückrufaktion durch, der jedoch nicht viele Autofahrer folgen.

April 2017:

Dennoch bleibt es nach diesen Enthüllungen ruhig um Opel im Abgasskandal. Im April 2017 stellt die Staatsanwaltschaft Frankfurt die Vorermittlungen ein.

Mai 2016:

Ein Bericht des ARD Magazins "Monitor" sorgt im Mai 2016 für Aufsehen - ist auch Opel in den Diesel-Abgasskandal verwickelt? Der Bericht zeigt, dass Opel ein sogenanntes Thermofenster verwendet. Nur in einem Bereich zwischen 20 und 30 Grad Celsius funktioniert die Abgasreinigung vollumfänglich - so sagt es Opel selbst. Angesichts der Temperaturen in Deutschland bedeutet dies, dass die Abgasreinigung zu etwa 90% der Zeit gar nicht oder nur reduziert funktioniert. Verkehrsminister Alexander Dobrindt scheint das zu reichen. Die ihm unterstellte Abgas-Kommission konnte bei keinem Opel Fahrzeug unzulässige Abschalteinrichtungen entdecken, wie sie bei einigen VW Fahrzeugen gefunden worden waren. Doch wie kann es dann sein, dass getestete Opel Diesel auf der Straße den Grenzwert für Stickoxid um ein Vielfaches überschreiten, wo sie auf dem Prüfstand doch viel weniger Stickoxid ausstoßen? "Monitor", Spiegel und die Deutsche Umwelthilfe untersuchen einen Opel Zafira. Dabei fallen neben dem Thermofenster noch weitere Abschalteinrichtungen auf. Ab etwa 140 km/h, ab einem Atmosphärendruck von 915 mbar und ab 2.400 Umdrehungen pro Minute wird die Abgasreinigung jeweils heruntergefahren. Ein eindeutiger Hinweis auf Abgas Manipulation. Die Deutsche Umwelthilfe stellte in dem Zusammenhang Strafanzeigen gegen Opel wegen Falschaussagen und Gesundheitsgefährdung.

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Rückrufe auch im Opel Abgasskandal

Zunächst führte Opel eine freiwillige Kundendienstmaßnahme durch, in deren Rahmen bestimmte Euro 6 Modelle ein Software-Update bekommen sollten. Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte in den betroffenen Fahrzeugen eine unzulässige Abschalteinrichtung entdeckt, die mit Hilfe des Updates entfernt werden sollte. Doch die freiwillige Rückrufmaßnahme ging dem KBA anscheinend nicht schnell genug. Im Oktober 2018 wurde schließlich der verpflichtende Opel Rückruf ausgesprochen. Die Modelle Opel Cascada, Opel Insignia und Opel Zafira, jeweils mit der Abgasnorm Euro 6 müssen in die Werkstatt gebracht werden. Produziert wurden die betroffenen Fahrzeuge zwischen 2012 und 2016. Weltweit betrifft der Rückruf fast 100.000 Autos, in Deutschland sind es etwa 32.000. Opel selbst gibt an, dass von diesen bereits 24.000 im Rahmen der freiwilligen Maßnahme das Update erhalten hätten - die restlichen ewa 8.000 Halter werden seit Ende 2019 abgeschrieben.

  • Opel Zafia 1,6L
  • Opel Zafira 2.0L
  • Opel Cascada 2.0L
  • Opel Insignia 2.0L

Opel wehrte sich lange gegen die Durchführung des Rückrufs für die Euro 6 Diesel. Zunächst wurde ein Eilantrag vom Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein abgelehnt, im November 2019 dann auch vom Oberverwaltungsgericht. Entsprechend zog sich die Durchführung in die Länge. Der Rückruf erscheint in der Rückrufdatenbank des KBAs dann auch erst am 23.01.2020. Unter dem Herstellercode E15-2025000 (17-R-021) ist von einer unzulässigen Abschalteinrichtung im Emissionskontrollsystem zu lesen.

Einladung in die Werkstatt bekommen – was tun?

Sie haben von Opel eine Einladung in die Werkstatt bekommen und wissen nicht, wie Sie nun weiter vorgehen sollen? Zunächst war der Rückruf ja eine freiwillige Service-Maßnahme von Opel. Diese kann man durchaus ablehnen, ohne große Nachteile befürchten zu müssen. Sie fragen sich, warum man ein Update ablehnen sollte? Viele VW Fahrer haben nach dem Aufspielen des Updates über Probleme berichtet. Es wurden seltsame Motorgeräusche beobachtet, eine Versottung des Motors und ein deutlich höherer Spritverbrauch. Aus technischer Sicht raten wir daher davon ab, das Software-Update auf freiwilliger Basis durchführen zu lassen. Inzwischen ist das Ganze durch das KBA aber zu einem Zwangs-Rückruf geworden – und diesen können Sie leider nicht ablehnen. Denn wenn Sie dies tun, müssen Sie im schlimmsten Fall mit der Zwangsstilllegung Ihres Fahrzeugs rechnen. Hier sollten Sie also nachgeben und das Software-Update aufspielen lassen. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie Post von Opel bekommen haben. Wir beraten Sie und erläutern Ihnen in einem kostenlosen Erstcheck Ihre rechtlichen Möglichkeiten.

Erste Klagen gegen Opel und die Reaktion des Herstellers

Nachdem klar war, dass auch Opel eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet hat, wurde im August 2018 die erste Schadensersatzklage im Opel Diesel Skandal eingereicht. Der Kläger hatte 2017 für knapp 20.000 Euro einen Opel Insignia erworben. Nachdem öffentlich wurde, dass unter anderem im Insignia eine illegale Abschalteinrichtung verbaut war, wandte er sich an einen Anwalt. Dieser verklagte vor dem Landgericht Offenburg sowohl den Händler (auf Rückzahlung des Kaufpreises abzüglich einer Nutzungsentschädigung), als auch den Hersteller selbst. Von Opel fordert der Kläger aufgrund von sittenwidriger und vorsätzlicher Schädigung Schadensersatz. Das Urteil steht noch aus. Die Anwälte sind aber zuversichtlich, da es sowohl vom Landgericht als auch vom übergeordneten Oberlandesgericht Karlsruhe bereits mehrere positive Diesel Urteile im VW-Skandal gab.

Opel streitet Betrugsvorwürfe aber weiterhin ab und verweist darauf, dass die Technik für den Motorschutz notwendig sei und den Vorschriften entspreche. Genau dieser Verteidigung erteilte der EuGH mit seinem Urteil aus dem Dezember 2020 jedoch eine klare Absage.

Fahrverbote drohen auch Opel Fahrern

Im Zuge des Abgasskandals sind auch Fahrverbote ein Thema geworden. Die Deutsche Umwelthilfe hat wegen zu schlechter Luft in dutzenden deutschen Städten geklagt. Berlin, Hamburg, Stuttgart und Darmstadt haben Diesel Fahrverbote bereits eingeführt. In zahlreichen weiteren Städten wird mit der Einführung von Diesel Fahrverboten in 2021 gerechnet. Diesel-Autos bis zur Abgasnorm Euro 4 sind bei eingeführten Fahrverboten immer betroffen, in den bisherigen Städten sogar auch Euro 5 Diesel-Modelle. Je nach Stadt trifft es zudem auch Benziner mit der Diesel-Abgasnorm Euro 2 oder schlechter. Während oft nur einzelne Straßen von dem Fahrverbot erfasst werden, gilt es in Stuttgart im gesamten Stadtgebiet für Euro 4 Diesel, sowie in einem umfassenden Gebiet auch für Euro 5 Diesel– ein weitreichender Eingriff in das Leben vieler Stuttgarter Dieselfahrer. Auch Opel Fahrzeuge, die keine illegale Abschalteinrichtung verbaut haben, sind so von den Fahrverboten und somit indirekt vom Diesel-Skandal betroffen. Die Hersteller schieben die aus dem Opel Abgasskandal resultierenden Probleme auf die Verbraucher ab, die sich nun mit Fahrverboten, Rückrufen und unsicheren Software-Updates herumärgern müssen. Wehren Sie sich im Open Abgasskandal gegen den Hersteller – wir helfen Ihnen! Ein einfacher Verkauf des Autos ist keine Lösung. Denn Diesel haben aufgrund des Abgasskandals und der Fahrverbote massiv an Wert verloren. Das merken nicht nur Händler, sondern auch Privatverkäufer. Der Wertverlust ist nachvollziehbar – keiner will mehr Autos kaufen, die nicht überall gefahren werden können oder bei denen man nicht sicher ist, wie die langfristigen Wirkungen des Software-Updates aussehen werden.

Der Abgasskandal - die Hintergründe

Nicht nur Opel ist im Diesel-Skandal betroffen. Vor allem VW, aber auch Audi, Porsche, Mercedes und BMW sind in die Abgasmanipulation verwickelt. Unzulässige Abschalteinrichtungen sollten dafür sorgen, auf dem Prüfstand saubere Autos vorzugaukeln und attraktive Euro Abgasnormen zu erreichen. Im realen Betrieb auf der Straße stoßen die Diesel dagegen ein Vielfaches der erlaubten Schadstoffe aus. Die Lösung: Software-Updates, die allerdings mit unklaren Langzeitfolgen daherkommen. Immer mehr Gerichte sprechen deshalb Schadensersatz zu, im VW Abgasskandal gab es sogar ein positives BGH Urteil. Möchten Sie mehr zum Abgasskandal erfahren? Dann schauen Sie sich unsere ausführliche Übersicht an!

Fordern Sie Entschädigung von Opel

Sie haben die Möglichkeit im Opel Abgasskandal gegen den Hersteller vorzugehen und Entschädigung zu fordern! Gegen andere Hersteller wurden in ähnlichen Fällen bereits zahlreiche Urteile gefällt und nachdem festgestellt wurde, dass auch Opel illegale Abschalteinrichtungen verbaut hat, können die gleichen Schadensersatzklagen erwartet werden, die schon gegen VW, Mercedes, Audi und Porsche sehr erfolgreich sind. Viele Gerichte haben hier schon entschieden, dass die Hersteller gemäß §826 BGB die Verbraucher vorsätzlich und sittenwidrig getäuscht haben und damit zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet sind. Das heißt, bei einer erfolgreichen Schadensersatzklage im Opel Diesel Skandal bekommen Sie den Kaufpreis erstattet und geben das manipulierte Fahrzeug an den Hersteller zurück. Vermutlich wird eine Nutzungsentschädigung vom Kaufpreis abgezogen. Hiermit soll der Hersteller dafür entschädigt werden, dass das Fahrzeug in der Zwischenzeit an Wert verloren hat. Dies ist unter Juristen jedoch umstritten, darin auch eine unbillige Entlastung des Herstellers gesehen werden kann. Der BGH hat sich zuletzt allerdings dahingehend geäußert, dass eine solche Nutzungsentschädigung abgezogen wird.

Sie fahren ein Opel Modell mit der Abgasnorm Euro 6? Dann kann es gut sein, dass Sie vom Abgasskandal ganz direkt betroffen sind, indem in Ihrem Fahrzeug eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut wurde. Senden Sie uns Ihre Unterlagen zu – wir bieten Ihnen eine kostenfreie Erstberatung an und übernehmen dabei auch gleich die Anfrage zur Kostendeckung bei Ihrer Rechtsschutzversicherung. So sind Sie sofort auf der sicheren Seite.

Warum ist die Nutzungsentschädigung umstritten?

Der Bundesgerichtshof hatte geurteilt, dass abgasmanipulierte Fahrzeuge aus juristischer Sicht nicht für die Zulassung und Nutzung im Straßenverkehr geeignet sind. Damit besitzen Sie juristisch gesehen keinen Wert. Und ohne Wert können sie diesen auch nicht durch Nutzung verlieren. Zudem würde der Hersteller durch Zusprechung einer Nutzungsentschädigung nach Meinung vieler Juristen unbillig entlastet. Auch würde die Sanktionswirkung deutlich abgeschwächt werden. Da Opel den Verbraucher im Diesel Skandal jahrelang systematisch getäuscht hat, hat der Hersteller nach Meinung auch von HAHN Rechtsanwälte kein Recht auf eine Nutzungsentschädigung. Der BGH sieht das in einem aktuellen Urteil aus dem Sommer 2020 jedoch anders und befürwortet die Anrechnung eines solchen Wertersatzes.

Alternative: Der Widerrufsjoker, auch für Benziner

Ihr Fahrzeug ist nicht direkt betroffen, weil es nicht über eine illegale Abschalteinrichtung verfügt? Vielleicht sind Sie dennoch von Fahrverboten betroffen? Aber selbst, wenn Sie weder direkt noch indirekt vom Opel Diesel Skandal betroffen sind und sogar, wenn Sie einen Benziner fahren, sollten Sie jetzt weiterlesen. Wir haben nämlich noch ein Ass im Ärmel, bzw. einen Joker – genauer gesagt den Widerrufsjoker. Dieser kann unabhängig vom Hersteller und von der Kraftstoffart genutzt werden. Dennoch gibt es ein paar Voraussetzungen, die Sie erfüllen müssen, um den Widerrufsjoker nutzen zu können. Haben Sie zusammen mit dem Kauf des Opels vom Händler auch eine Finanzierung angeboten bekommen und einen Kreditvertrag unterschrieben? Haben Sie das Auto als Verbraucher gekauft? Dann sind zwei der drei Bedingungen schon mal erfüllt. Die dritte lautet: Ihr Autokreditvertrag muss Fehler enthalten. Das ist öfter der Fall als man denkt. HAHN Rechtsanwälte hat bereits tausende von Kreditverträgen geprüft und festgestellt, dass etwa 90% von ihnen fehlerhaft sind! Oft sind die Widerspruchsbedingungen nicht klar formuliert oder fehlen ganz. Es gibt viele verschiedene Arten von Fehlern, die einen Widerruf möglich machen. Senden Sie uns Ihren Kreditvertrag zu – wir prüfen diesen und melden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurück. Es muss sich dabei nicht um einen Vertrag mit der Opel Bank handeln - auch andere Banken bieten Autokredite an und haben in den Verträgen Fehler gemacht.

Normalerweise haben Verbraucher 14 Tage Zeit, einen Kreditvertrag zu widerrufen. Doch wenn dieser Fehler enthält, beginnt diese Widerrufsfrist nicht zu laufen. Das heißt, auch nach Jahren können Sie den Kreditvertrag noch widerrufen. Bei einem erfolgreichen Widerruf geben Sie das Fahrzeug an die Bank zurück und erhalten im Gegenzug die Anzahlung und alle bereits gezahlten Raten erstattet. Zudem müssen Sie das Darlehen nicht weiter bedienen. So können Sie sich ganz elegant von Ihrem Auto trennen. Je nachdem, von wann Ihr Kreditvertrag ist, müssen Sie der Bank eventuell eine Nutzungsentschädigung zahlen. Doch diese fällt in der Regel nicht so hoch aus – so sind die Rückzahlungen regelmäßig höher, als wenn Sie versuchen würden, Ihr Fahrzeug auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu veräußern. Sie müssen keinen Diesel fahren, um den Widerspruchsjoker nutzen zu können, aber natürlich bietet dieser gerade Dieselfahrern eine Chance, das ungeliebte und unter einem hohen Wertverlust leidende Auto im Zuge des Dieselskandals zu guten Konditionen loszuwerden.