P&R Container Investments Insolvenz

P&R Transport Container Insolvenz

Die P&R Transport-Container GmbH hat den Vertrieb Ihrer Angebote Nr. 5005 und 6005 eingestellt. Es gab Weisungen an die Vertriebspartner die noch laufenden Angebote aus den Programmen zu nehmen und keine Verträge mehr abzuschließen. Am 15. März wurde Insolvenzantrag beim Amtsgericht München für die P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, die P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH sowie die P&R Container Leasing GmbH gestellt.

Wir bieten Anlegern der P&R Gruppe eine kostenlose Erstberatung.

Geschädigte Anleger können sich unter unserer Telefonnummer:

0421 /24685 0

an Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Lars Murken-Flato wenden.


Kostenfreie Hilfe P&R

  • Kein Risiko
  • Gratis Erstprüfung
  • Mehr als 30 Jahre Erfahrung

Die P und R Insolvenz

Nach Informationen des Handelsblatts ist bereits seit 2014 mehr Miete an die Anleger ausgezahlt als Miete eingenommen worden. Eine hohe Abhängigkeit vom Neukundengeschäft weist charakteristisch auf ein Schnellballsystem hin.

Bei der P&R-Gruppe (mit Sitz in Grünwald bei München) handelt es sich um den größten Anbieter von Direktinvestments für Container. Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten am Markt und galt als vertrauenswürdig. Mehr als 50.000 Kunden haben ca. 3,5 Milliarden Euro investiert. Ihnen droht nun ein Totalverlust.

Bereits zuvor sorgte die Pleite des Containeranbieters Magellan Maritime Services für Aufruhr in der Branche.


Einnahme und Ausschüttungen der P und R Gruppe

 

Zuletzt, so berichtet aktuell der Spiegel, wurde den Anlegern zudem mitgeteilt, dass sich ein eigentlich anstehender Containerrückkauf verzögere. Darüber hinaus seien Handelspartner kurzfristig abgesprungen. P&R verkündete zuvor, dass der Markt zwischen 2011 und 2016 schwierig gewesen, ab 2017 allerdings eine Markterholung sichtbar sei. Warum ausgerechnet nun drei Gesellschaften Insolvenz anmelden, Mietzahlungen und Containerrückkäufe ausgesetzt werden, wird hingegen nicht erläutert.

Ansprechpartner

Lars Murken-Flato

Lars Murken-Flato


Pleite der P&R

Im Rahmen eines möglichen Insolvenzverfahrens müssten Anleger ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden. Das dürften zunächst lediglich die garantierten Mietzahlungen sein, da die Rückkäufe nicht garantiert sind. Die Erfolgsaussichten für Anleger in derartig umfangreichen und wirtschaftlich komplexen Insolvenzverfahren sind nur schwer einzuschätzen. In der Regel dürfte die Insolvenzmasse jedoch kaum ausreichen, die bestehenden Ansprüche der Anleger nur ansatzweise zu befriedigen. Zudem haben sich vergleichbare Verfahren in der Vergangenheit über etliche Jahre erstreckt, sodass nicht mit schnellen Erfolgen zu rechnen ist.

P&R Direktinvestment im Detail:

So funktioniert ein Direktinvestment:

Als Direktinvestments werden Wirtschaftsgüter des täglichen Bedarfs bezeichnet, die sich gleichzeitig als Kapitalanlage eignen. So besteht grundsätzlich die Möglichkeit, Immobilien und beispielsweise Eisenbahnwaggons zu vermieten oder aber Windräder und Solaranlagen zur Energiegewinnung zu nutzen. Auch mit Containern lässt sich eine Rendite durch die Vermietung an Leasing-Gesellschaften oder Reedereien erzielen. Grundsätzlich verbindet die meisten Direktinvestments eine verhältnismäßig kurze Laufzeit.

Das Geschäftsmodell von P & R Container

Die Anbieterin des Angebots, die P&R Transport-Container GmbH, schließt mit dem Anleger einen Kauf- und Mietvertrag über das angebotenen Direktinvestment, einen Standardcontainer. Davon standen bezogen auf das bis vor kurzem laufende Angebot Nr. 5005 insgesamt 36.764 zur Verfügung. Das Emissionskapital der Vermögensanlage Nr. 5005 betrug 100 Mio. Euro (die gleichen Volumina gelten für die Nr. 5001 und 5002).

Rechtlich betrachtet werden die Anleger Eigentümer des jeweiligen Containers. Während der Laufzeit des Mietvertrages zahlt die P&R Transport-Container GmbH einen Mietzins als Rendite an die Anleger. Zum Ende der Laufzeit kann die P&R Transport-Container GmbH ein Angebot zum Rückkauf des Containers unterbreiten. Vorgesehen waren ursprünglich 65 % des vom Anleger investierten Kaufpreises. Hierbei handelt es sich allerdings um keine verbindliche Zusage, sondern lediglich um eine Absichtserklärung. Insgesamt entspräche dies mit den zusätzlichen Mieteinnahmen einer jährlichen Rendite von ca. 3,8 Prozent.

Die P&R Equipment & Finance Corp. mit Sitz in der Schweiz wiederum beschafft für die P&R Transport-Container GmbH die Standardcontainer und nimmt diese bei einem Rückkauf zurück. Gleichzeitig koordiniert dieses Unternehmen die Mietverträge mit Container-Leasinggesellschaften.

Der Anleger erfährt die Inhalte der Verträge zwischen den beiden Gesellschaften und damit die Preise und Mieteinnahmen allerdings nicht.

Containerinvestment - grauer Kapitalmarkt

Das Containerinvestment ist dem „grauen Kapitalmarkt“ zuzurechnen, was bedeutet, dass es an einer staatlichen Aufsicht und spezifischen Regelungen mangelt. Dies macht Investitionen in entsprechende Produkte besonders riskant, da die einhergehenden Gefahren für den Anleger zumeist kaum zu überblicken sind. Ganz konkret gab es beispielsweise von der „Stiftung Warentest“ Warnhinweise zu den P&R Containerinvestments. Die prognostizierte Rendite, die Mietzahlungen, hängen von vielerlei Faktoren ab, so unter anderem von der Marktentwicklung des Welthandels. Nach der Finanzkrise kam es nicht nur auf dem Containerschiffsmarkt, das heißt dem Transport selbst, zu massiven Einbrüchen. Die „Welt“ berichtete bereits 2010 von zehn Prozent inaktiven – das heißt nicht benutzten – Containern, wobei allein das Management der leeren Boxen bereits 30 Prozent der Betriebskosten ausmache.

Daher steht nach wie vor in Rede, dass die P&R Transport-Container GmbH ihren Mietzahlungen nicht wird nachkommen können – insbesondere nach den Insolvenzen etlicher Unternehmen der P&R-Gruppe – und am Ende der Laufzeit auch kein Rückkaufsangebot unterbreitet.

Fachanwaltliche Beratung empfehlenswert

Wichtig ist zunächst, zu wissen, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) Prospekte von Emittenten (wie hier der P&R Transport-Container GmbH) nicht inhaltlich prüft, sondern lediglich deren Widerspruchsfreiheit und ob die vorgeschriebenen Informationen wie Kosten und Risiken sowie Rechte und Pflichten der Anleger aufgeführt sind. Ob und inwieweit das Kapitalanlagemodell tragfähig ist, wird nicht durch die Bafin untersucht. Ein Vermerk wie „Bafin-geprüft“ ist daher von vornherein wenig aussagekräftig.

Anleger sollten schnell handeln und Ihre Optionen prüfen lassen. Es können sich Schadensersatzansprüche beispielsweise gegenüber Banken und Vermittlern ergeben. Möglicherweise ergeben sich auch Ansprüche gegenüber Verantwortlichen aus der P&R-Gruppe.


Geschäftsmodell der P&R

Erste Rufe werden laut, dass es sich bei den Containerinvestments um ein Schneeballsystem handeln könnte. Als Schneeballsystem bezeichnet man ein Geschäftsmodell, das für den eigenen wirtschaftlichen Erfolg weitere Teilnehmer benötigt. Rendite kann für Altkunden letztlich nur durch die Gewinnung von Neukunden erzielt werden. Zumeist handelt es sich um illegale Vorgehensweisen.

Wie die Süddeutsche Zeitung und das Manager Magazin berichten, habe die P&R über Jahre mit zu hohen Containerpreisen und Mieten kalkuliert. Im Emissionsprospekt zum Angebot Nr. 5005 heißt es jedenfalls (S. 23 des Prospektes):

„Wird der Gesamtbetrag der angebotenen Vermögensanlage sowie der weiteren bereits begebenen Vermögensanlagen und der in den Folgejahren noch zu begebenden Emissionen nicht in voller Höhe platziert, so hat dies zur Folge, dass der in der Zeile „Containerverkäufe an Anleger“ (S.18) ausgewiesene Betrag entsprechend niedriger ausfällt. (…) Nur wenn der Gesamtbetrag der angebotenen Vermögensanlage sowie der weiteren Emissionen sehr deutlich unterschritten wird, d.h. weniger als 25% der prognostizierten Gesamtbeträge der angebotenen Vermögensanlage sowie der weiteren Emissionen eingeworben werden, kann dies zur Folge haben, dass die prognostizierten Mieteinnahmen der Emittentin aus der Untervermietung der Standardcontainer sowie die Umsatzerlöse niedriger ausfallen und dadurch ein negatives Ergebnis und somit ein Jahresfehlbetrag entsteht.“

Der Verdacht eines Schneeballsystems ist wohl nicht völlig abwegig. Jedenfalls wurden zuletzt Mietzahlungen an Anleger gestoppt.

Mietunterdeckung von mehr als 150 Mio in den letzten 3 Jahren
Jahr201420152016
Mieteinnahmen228262227
Mietzahlungen418419>400
Unterdeckung190157>-173

 

Warum HAHN Rechtsanwälte beauftragen?
Partner Hahn Rechtsanwaelte

HAHN Rechtsanwälte ist seit 2001 ausschließlich auf Anleger- und Verbraucherseite im Bank- und Kapitalmarktrecht tätig und dessen Gründer RA. Peter Hahn bereits seit 1987. HAHN Rechtsanwälte wird im Kapitalanlagerecht zu den führenden TOP 5-Kanzleien gezählt. Für HAHN Rechtsanwälte sind derzeit 13 Rechtsanwälte tätig, sechs davon sind Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarkt. HAHN Rechtsanwälte hat Standorte in Hamburg, Bremen und Stuttgart.