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Online Casino: Geld zurück bei Glücksspielverlust - so geht's

Wenn Sie in den letzten 10 Jahren beim Online-Glücksspiel im Casino Geld verloren haben, können Sie die entstandenen Verluste zurückverlangen.

In zahlreichen Urteilen haben Gerichte bestätigt, dass Betreiber von Online-Glücksspielen, wie zum Beispiel virtuellen Automatenspielen, Poker und Sportwetten Verluste erstatten müssen.


Online Casino Geld zurück Verlustermittlung über DSGVO-Musterbrief
PDF, Doc-Datei, , Docx-Datei

Gewinn- & Verlustermittlung bei Online-Glücksspiel

  1. So finden Sie heraus, wie viel Geld Sie im Online Casino verloren haben

    Wenn Sie Geld zurückfordern wollen, das Sie beim Online-Glücksspiel verloren haben, müssen Sie zunächst einmal herausfinden, um welche Summe es dabei geht. Hierzu können Sie eine DSGVO-Auskunft von dem oder den Anbietern anfordern, bei denen Sie Geld verloren haben. Wir bieten Ihnen hierzu einen kostenfreien Musterbrief an. Diesen finden Sie hier. Laden Sie ihn herunter und tragen Sie Ihre Daten ein. Dann senden Sie den Brief mit einer Kopie Ihres Personalausweisen an den Glücksspielanbieter. Dieser muss Ihnen dann innerhalb von 4 Wochen eine Transaktionsliste zur Verfügung stellen. WIr prüfen diese gerne und melden uns dann schnellstmöglich bei Ihnen zurück.

  2. Kostenfreie Erstberatung / Prozesskostenfinanzierer übernimmt die Kosten des Verfahrens

    Unsere Erstberatung ist unverbindlich und kostenfrei. Entscheiden Sie sich danach, gegen den Anbieter vorzugehen, können Sie hierzu die Hilfe eines Prozesskostenfinanzierers in Anspruch nehmen. Im Erfolgsfall erhält dieser 25% bis 40% der erstrittenen Summe als Honorar. Im Falle einer Niederlage übernimmt er die Kosten.

Online Casino Geld zurückholen

Strichmännchen Idee

Auch mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag vom 01.07.2021 sind die meisten Online-Glücksspiele in Deutschland weiterhin illegal. Spieler können deshalb die Casino Verluste aus den letzten 10 Jahren von dem Betreiber des Online Glücksspiels zurückfordern.

Hintergrund ist, dass der Spielvertrag, der bei der Konto-Erstellung akzeptiert werden musste, überwiegend wegen Verstoßes gegen den Glücksspiel-Staatsvertrag nichtig ist. Das Casino darf die Einnahmen, die es mit Ihren Spielverlusten erzielt hat, nicht behalten, weil es an einer Rechtsgrundlage fehlt. Dies gilt nicht nur für Online Casinospiele, virtuelle Automatenspiele und Online Poker, sondern zumeist auch für Online Sportwetten.


Online Casino Verluste zurückholen

Wenn Sie bei einem oder mehreren Anbietern von Online-Glücksspielen Geld verloren haben, während diese über keine Lizenz verfügten, dann können Sie auch selbstständig Ihr Geld zurückfordern. Leider ist es in der Regel so, dass derartige Anfragen von Privatpersonen von den Anbietern ignoriert werden. Deshalb kann die Zusammenarbeit mit einem Anwalt sehr hilfreich sein. Nutzen Sie zunächst unseren kostenlosen Musterbrief, um per DSGVO-Anfrage die Höhe ihrer Online Casino Verluste zu ermitteln.

Wenn Sie Ihre Glücksspielverluste zurückfordern wollen, nutzen Sie am Besten die Hilfe eines erfahrenen Anwalts. Kann keine außergerichtliche Einigung erzielt werden, haben Sie anschließend vor Gericht gute Chancen, Ihr Geld zurück zu bekommen.

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Über 30 Jahre für Verbraucher aktiv

Seit über 30 Jahren kämpft HAHN Rechtsanwälte an der Seite von Verbrauchern gegen Unternehmen.

Wann kann man vom Online Casino Geld zurück fordern?

Wenn Sie in den letzten zehn Jahren Verluste bei Glücksspiel-Anbietern erlitten haben, welche einen Unternehmenssitz in Europa haben, bestehen gute Chancen, dass Sie Ihr Geld zurückerhalten. Online Casino Verluste, die länger als 10 Jahre zurückliegen, sind hingegen überwiegend verjährt. Hat der Glücksspiel-Anbieter keinen Firmensitz in Europa lassen sich Ihre Ansprüche zwar vor Gericht durchsetzen, aber nur selten vollstrecken.

Eigentlich wissen wir es alle: Am Ende gewinnt immer die Bank. Online-Casinos erfreuen sich dennoch großer Beliebtheit. Mit wenigen Klicks sind die Angebote erreichbar und der Einstieg wird einem leicht gemacht, zum Beispiel mit sogenanntem Startguthaben. Ist dieses verbraucht, fängt es oft mit wenigen Euro oder Cent an, die man selbst einsetzt. Die Veranstalter verstehen es durch geschickte Anreizsysteme, die Lust auf das Spielen fortwährend zu steigern und die Kunden zu immer höheren Einsätzen zu animieren. Am Ende steht fast immer der Verlust, der vier- fünf- oder gar sechsstellige Summen erreichen kann. Nicht selten verlieren Kunden auch die Kontrolle über ihr Spielverhalten und werden spielsüchtig. Das Geschäftsmodell funktioniert international und generiert Milliardeneinnahmen. Die Gewinne der Veranstalter sind hoch und werden zu einem nicht geringen Teil in die Werbung gesteckt, die ständig neue Kunden anlockt. So fließt ein immer breiterer Strom des Geldes von den Konten der Spieler in die Taschen der Veranstalter. Mithilfe des Rechts können Sie dem aber etwas entgegensetzen und Ihr Geld zurückholen. Nach § 812 ff. haben geschädigte Kunden bereicherungsrechtliche Ansprüche gegen den oder die Veranstalter, wenn keine Erlaubnis für die angebotenen Spiele vorlag. Dies lässt sich in einer stets wachsenden Zahl von Urteilen nachlesen. Wir raten allen von Verlusten betroffenen Spielern, aktiv zu werden und prüfen zu lassen, ob sie ihre Casino Verluste zurückfordern können.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass es sehr schwierig ist, auf eigene Faust tätig zu werden. Dies führt in aller Regel nicht zum Erfolg, da die Casinos häufig erst spät oder gar nicht reagieren. Viele Casinos sitzen nicht in Deutschland, die Firmenstrukturen sind teilweise sehr undurchsichtig. Nur wenn Sie das Online Casino verklagen bewirkt dies oft etwas und führt in fast allen Fällen zum Erfolg. Aber ein Klageverfahren birgt auch finanzielle Risiken. Im Rahmen der Erstberatung klären wir Sie darüber auf und zeigen Ihnen Wege, wie Sie diese Risiken vollständig vermeiden können.  

Zahlen und Fakten zum Glücksspiel in Deutschland

  • 5% der Bevölkerung nimmt an Sportwetten teil, 3% an Automaten-oder Casinospielen
  • 1,3 Millionen leiden in Deutschland an einer Glücksspielstörung
  • weitere 3,25 Millionen haben ein riskantes Glücksspielverhalten
  • Glücksspielstörungen treffen vor allem die Altersgruppe der 21-35-jährigen
  • Geldspielautomaten, Glücksspielautomaten, live Sportwetten und Poker bergen die größte Gefahr

Wir beraten Sie kostenfrei und prüfen Ihre Ansprüche

Kommen wir zu dem Ergebnis, dass Ihnen Ansprüche zustehen und nach aktueller Rechtslage durchsetzbar sind, so müssen diese oft vor Gericht eingeklagt werden. Wird Ihrer Klage erwartungsgemäß stattgegeben, muss der Glücksspiel-Anbieter alle Kosten des Gerichtsverfahrens zahlen. Wir zeigen Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf, wie Sie einen Prozess mithilfe eines Prozesskostenfinanzierers führen können.

Mit diesen Schritten kommen Sie zu Ihrem Geld:

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HAHN Rechtsanwälte prüft Ihre Ansprüche kostenfrei und unterstützt Sie dabei, Ihr Geld zurückzufordern:

  1. Anfragen: Stellen Sie kostenfrei und unverbindlich eine Anfrage.
  2. Beratung: Sie erhalten von uns eine realistische Einschätzung und Beratung.
  3. Vollmacht: Erteilen Sie HAHN Rechtsanwälte eine Vollmacht, damit wir uns um Ihr Anliegen kümmern können.
  4. Belege: Sammeln Sie Ihre Belege und reichen Sie sie bei uns ein.
  5. Wir erledigen den Rest für Sie!

Welche Angaben benötigt HAHN Rechtsanwälte für die kostenlose Erstprüfung?

Für die kostenlose Erstprüfung benötigen wir zunächst nur einige grundlegende Informationen von Ihnen. Zunächst einmal benötigen wir Ihre Kontaktdaten (Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse), um mit Ihnen Ihr Anliegen detailliert zu besprechen. Darüber hinaus fragen wir nach den Namen der Glücksspielanbieter sowie der Höhe des Geldbetrages, den Sie verloren haben.

Sie können Ihre Belege (beispielsweise Transaktionslisten) direkt über unser Formular hochladen. Das erleichtert und beschleunigt die Bearbeitung Ihres Falls. Wenn Sie diese nicht sofort zur Hand haben, können Sie diese aber auch zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen.

Welche Online Glücksspiel-Anbieter sind betroffen?

Glücksspiele sind Spiele bei denen der Spieler zufällig gewinnt oder verliert. In Deutschland nicht erlaubt sind fast alle Arten von Online Glücksspielen, bei denen ein Spieler mit Geld-Einsatz Geld gewinnen kann.

Darunter fallen Angebote von:

  • Online Lotto
  • Online Rubbellose
  • Online Roulette
  • Online Poker
  • Virtuelle Automatenspiele
  • Online Sportwetten

Unzählige Anbieter für Online-Glücksspiele sind auf dem deutschen Markt aktiv. EInige von ihnen haben in der Zwischenzeit eine Lizenz erhalten, andere nicht. Alle aber ihr Angebot über Jahre illegal an deutsche Spieler gerichtet und können deshalb erfolgreich auf Rückzahlungen der Casino Verluste verklagt werden.

Handeln Sie jetzt schnell, um Ihre Casino Verluste zurückzuholen.

Wenn Sie Verluste bei Online-Glücksspielen gemacht haben, sollten Sie keine Zeit verlieren und Ihr verlorenes Geld zurückholen.

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PokerStars Spieler verliert Geld

Online-Casino in Deutschland legal? - Der Glücksspielstaatsvertrag vom 01.07.2021

Glücksspiel - auch online - ist ein riesiges Geschäft. Laut der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder lagen die Bruttospielerträge, das heißt die Gewinne der Anbieter bzw. die Verluste der Spieler, bei 13,4 Milliarden Euro. 2.6 Milliarden davon entfallen auf online Angebote. Davon wiederum 900 Millionen auf virtuelle Automatenspiele oder Online-Poker und 400 Millionen auf Sportwetten. Diese ganzen Zahlen umfassen wohlgemerkt lediglich den erlaubten Glücksspielmarkt!

Zum unerlaubten Glücksspielmarkt zählt die Behörde rund 800 Webseiten mit virtuellen Automaten- oder Casinospielen sowie rund 200 mit einem Sportwetten Angebot. Alle diese Seiten sind illegal!

Bis zum Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) am 01.07.2021 wurden die meisten Online-Glücksspiele in Deutschland illegal betrieben und beworben. Obwohl seit Juli 2021 bestimmte Onlinespiele legal sind, gibt es im Internet immer noch ein breites Angebot unerlaubter Glücksspiele, das sich gerade auch an deutsche Kunden richtet.

Gesetze gelten nur für die Zukunft, nicht aber für die Vergangenheit. Daher können Online Casino Verluste, die vor dem 01.07.2021 entstanden sind, bis zu 10 Jahre rückwirkend zurück geholt werden.

Im Allgemeinen hat der GlüStV, auch in seiner alten Fassung, zum Ziel, Spiel- und Wettsucht zu verhindern und den Schutz der Spieler sowie Jugendschutz zu gewährleisten. Die strengeren Anforderungen des Staatsvertrags zur Neuregulierung des Glücksspielwesens in Deutschland sollen des Weiteren das Glücksspielangebot begrenzen um mehr Ordnung in den boomenden Markt zu bringen.

Webseiten, die auf der White List stehen und deshalb erlaubt sind, können ein von der GGL herausgegebens Logo nutzen, um auf ihre Legalität hinzuweisen.

Siegel der GGL

Bevor der neue Staatsvertrag in Kraft trat, gab es ab dem 15.10.2020 eine Übergangsregelung. Casinos, die an einer in Deutschland gültigen Lizenz interessiert waren, sollten damit eine Möglichkeit bekommen, sich auf die neuen Regelungen vorzubereiten. Eine Chance, ihre Dienste legal in Deutschland anzubieten, haben mit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags nur Glücksspielanbieter, die dessen Regeln strikt beachten.

Online Casino in Deutschland auch 2022 oft nicht legal

Da der neue Staatsvertrag teils sehr strenge Vorschriften enthält, haben noch immer viele Internet Casinos keine gültige deutsche Lizenz. Mit Inkrafttreten des neuen Staatsvertrags sind Glücksspiele nicht automatisch legal. Der Anbieter muss zunächst eine Genehmigung beantragen und die Prüfung kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Nur wer sich nachweislich an alle Regeln hält, darf eine Erlaubnis erhalten. Bei vielen Glücksspiel-Veranstaltern erscheint es fraglich, ob sie sich jemals an die in Deutschland gültigen Regeln halten wollen. Viele werden weiterhin ihre nicht legalen Dienste vom Ausland aus deutschen Kunden anbieten, um die hier geltenden Restriktionen zu vermeiden. Auch nach Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrag wird es also viele Spielverluste geben, deren Rückzahlung der Kunde fordern kann. Entweder weil der jeweilige Veranstalter keine Erlaubnis für sein Angebot besitzt oder sich nach erteilter Erlaubnis nicht mehr an die Regeln hält. Viele Mandanten berichten uns zum Beispiel, dass die Limits für maximale Einzahlungen in der Praxis oft nicht eingehalten werden.

Voraussetzungen für ein legales Angebot

Unter anderem:

  • Der Betreiber muss eine von der GGL erteilte Lizenz haben, also auf der White Liste stehen
  • Pro Monat darf ein Spieler höchstens 1.000 Euro einzahlen
  • Nach der Registrierung muss sofort eine Identitätsprüfung erfolgen
  • Spieler, die im Sperrsystem OASIS registriert sind, dürfen sich nicht registrieren

Glücksspielstaatsvertrag vom 01.07.2021 – Die wichtigsten Änderungen im Überblick

  • Kostenlose Spiele sind verboten.
  • Es muss ein Spielerkonto erstellt werden, das vorab verifiziert werden muss.
  • Pro Spiel darf der Einsatz einen Euro nicht übersteigen (§ 22a, Abs. 7).
  • Mehrere virtuelle Automatenspiele dürfen nicht gleichzeitig gespielt werden (§ 22a, Abs. 10).
  • Spieler dürfen pro Monat maximal 1.000 Euro einzahlen.
  • Ein virtuelles Automatenspiel muss mindestens fünf Sekunden dauern (§ 22a, Abs. 6).
  • Virtuelle Automatenspiele mit Bankhalter (insbesondere Roulette und Black Jack) sind verboten (§ 22 a, Abs. 2).
  • Es muss ein deutlich sichtbarer Button angezeigt werden, bei dessen Betätigung eine sofortige kurzzeitige Sperre ausgelöst wird (§ 6, Abs. 3).
  • Es gibt ein spielformübergreifendes Sperrsystem. Gesperrte Spieler dürfen nicht an den Spielen teilnehmen.
  • Kunden müssen regelmäßig zu ihren Gewinnen und Verlusten informiert werden.
  • Casinos dürfen nur noch zwischen 21 und 6 Uhr werben (§ 5, Abs. 3).

Mit Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags gibt es in Deutschland eine neue Glücksspielaufsichtsbehörde, die unter anderem für die White List verantwortlich ist.

Die "White-List": Legale Online-Casinos in Deutschland

Seit der Neuregulierung des Glücksspielwesens in Deutschland im Jahr 2021 führt die gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder eine amtliche Liste ("White-List"), in der Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen aufgeführt werden, die über eine Erlaubnis oder Konzession nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 verfügen.

Die White-List ist hier für Sie abrufbar:

https://www.gluecksspiel-behoerde.de/de/erlaubnisfaehigesgluecksspiel/whitelist

§ 9 Abs. 8 GlüStV 2021

Die zuständige Behörde veröffentlicht im Internet eine gemeinsame amtliche Liste, in der die Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen aufgeführt werden, die über eine Erlaubnis oder Konzession nach diesem Staatsvertrag verfügen. Nicht aufgeführt werden

  1. Spielhallenbetreiber und Aufsteller von Geldspielgeräten mit Gewinnmöglichkeit nach der Spielverordnung in der jeweils geltenden Fassung,
  2. die Annahmestellen der Veranstalter nach § 10 Absatz 2,
  3. gewerbliche Spielvermittler, die nur in einem Land tätig sind,
  4. örtliche Verkaufsstellen der Lotterieeinnehmer der Gemeinsamen Klassenlotterie der Länder,
  5. Anbieter von kleinen Lotterien nach § 18,
  6. Betreiber von örtlichen Wettvermittlungsstellen,
  7. Totalisatoren und Buchmacher im Sinne des Rennwett- und Lotteriegesetzes.

Die Liste wird anlassbezogen, mindestens jedoch einmal monatlich, aktualisiert. Die zuständige Behörde erteilt auf Anfrage Auskünfte zum aktuellen Stand der Liste. Die obersten Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder teilen der zuständigen Behörde vorzunehmende Änderungen der Liste, die ihren Zuständigkeitsbereich betreffen, unverzüglich mit.

Seit April 2022 findet sich der erste Betreiber von virtuellen Automatenspielen auf dieser Liste. Im Bereich Online-Poker wurden die ersten Lizenzen erst im November 2022 vergeben und für Online-Casinospiele gibt es noch mit Stand Herbst 2023 keinen einzigen lizensierten Veranstalter. Das hält diese Casinos aber weiterhin nicht davon ab, verbotenes Glücksspiel im Internet auch deutschen Kunden anzubieten.

Casino Verluste zurückholen: Urteile

Über 100 Landgerichte und mindestens 13 Oberlandesgerichte haben sich mit Stand Herbst 2023 bereits zu Casino-Klagen geäußert, Die Erfolgsquote der Spieler liegt bei den Landgerichten bei deutlich über 90% und bei den Oberlandesgerichten sogar bei 100%. Ausnahmslos alle Klagen vor Oberlandesgerichten wurden im Sinne der Spieler entschieden.

Insbesondere ein erfolgreiches Urteil des Landgerichts Gießen vom 25.02.2021 (Az. 4 O 84/20) erweckte ein großes mediales Interesse. Ein Spieler aus Hessen hatte gegen den Betreiber Bwin geklagt, da dieser mit Firmensitz und Lizenz auf Malta seine Dienste nicht hätte auf dem deutschen Markt anbieten dürfen. Der Online-Glücksspieleanbieter Bwin wurde verurteilt, dem Spieler fast 12.000 € zurückzuerstatten und legte daraufhin Berufung beim OLG Frankfurt am Main ein. Diese wurde jedoch durch Beschluss vom 08.04.2022 zurück gewiesen (Az. 23 U 55/21).

In der folgenden Tabelle führen wir einige Urteile verschiedener Gerichte auf (durch uns oder andere Kanzleien erreicht), die zugunsten geschädigter Spieler erfolgt sind. Hier zeigen wir beispielhaft, gegenüber welchen Casino- und Wettanbietern Spieler vor Gericht bereits positive Urteile erzielen konnten und wie viel Geld die Casinos jeweils erstatten mussten.

Gericht Urteil vom Aktenzeichen Glücksspiel-Anbieter Höhe der Rückerstattung
Landgericht Gießen 25.02.2021 4 O 84/20 CasinoClub ca. 12.000 €
Landgericht Nürnberg-Fürth 19.07.2021 19 O 6690/20 ElectraWorks Limited
Online-Glücksspiele und Sportwetten
ca. 38.700 €
Landgericht Regensburg 31.05.2021 71 O 3074/20 Drückglück ca. 58.000 €
Landgericht Deggendorf 31.05.2022 33 O 668/21 N1 Casino ca. 9.600 €
Landgericht Krefeld 21.12.2022 2 O 75/22 maltesischer Online-Glücksspiel-Anbieter ca. 14.700 €
Oberlandesgericht Dresden (zuvor: LG Leipzig) 27.10.2022 10 U 736/22 maltesischer Online-Glücksspiel-Anbieter 19.250 €
Oberlandesgericht Köln (zuvor: LG Bonn) 31.10.2022 19 U 51/22 Pokerstars ca. 58.500 €
Oberlandesgericht München (zuvor: LG Traunstein) 31.10.2022 (Berufung
zurückg.)
18 U 538/22 maltesischer Online-Glücksspiel-Anbieter ca. 18.200 €
Landgericht Konstanz 06.02.2023 K 5 O 219/22 maltesischer Online-Glücksspiel-Anbieter ca. 111.000 €
Landgericht Oldenburg 20.06.2022 16 O 1447/21 N1 Casino ca. 17.900 €
Landgericht Berlin 17.01.2023 6 O 319/21 N1 Casino ca. 11.800 €
Landgericht Potsdam 13.09.2023 12 O 244/21 Bet365 ca. 10.600 €
OLG Dresden (zuvor LG Görlitz) 31.05.2023 13 U 1753/22 Betano ca. 12.000 €
LG Wuppertal 27.07.2023 4 O 1/23 Unibet ca. 273.000 €
LG Halle 14.09.2023 5 O 29/23 Sunmaker ca. 23.000 €
LG Bückeburg 10.08.2023 3 O 34/22 Pokerstars ca. 10.000 €
LG Hechingen 13.09.2023 2 O 6/23 xtip ca. 25.500 €
LG Hannover 18.09.2023 18 O 98/23 Pokerstars ca. 12.000 €

Online-Casino: Wie sehen die Regelungen in Schleswig-Holstein aus?

Vor dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags war Schleswig-Holstein das einzige Bundesland, das einzelnen Anbietern Lizenzen für das Glücksspiel im Internet erteilt hat. Diese Erlaubnisse waren auf Schleswig-Holstein beschränkt. Infolgedessen durften nur Bewohner aus Schleswig-Holstein an bestimmten Glücksspielen teilnehmen. Für sie war es möglich, ein Live Casino oder einen Wettanbieter legal über deutsche Webseiten zu erreichen.

Haben Sie in Schleswig-Holstein gewohnt und gespielt (und verloren), können Sie Ihr Geld trotzdem zurück holen, wenn der Anbieter keine für Schleswig-Holstein gültige Lizenz hatte. Dies war oft der Fall, denn nur gut ein Dutzend Anbieter für virtuelle Automatenspiele und Online Poker konnten diese vorweisen (darunter Bwin, Wunderino oder DrückGlück).

Anbieter von Online Glücksspielen nutzten den Sonderfall Schleswig-Holstein, um für ihr Angebot zu werben. Denn eigentlich war mit dem Glücksspielverbot auch die Werbung für Glücksspiele verboten. Mit dem Zusatz „Dieses Angebot gilt nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort in Schleswig-Holstein“ haben Casinos trotz allem bundesweit für ihr Angebot geworben. Damit wurden über diese Werbemaßnahmen auch Kunden aus allen anderen Bundesländern angelockt, in denen das Online-Glücksspiel verboten war.

FAQ

Wie lange kann ich vom Online Casino mein Geld zurück bekommen?

Die regelmäßige Verjährungsfrist für bereicherungsrechtliche Ansprüche beträgt zehn Jahre. Casino Verluste die länger als 10 Jahre zurückliegen, können deshalb nicht mehr geltend gemacht werden. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Einzahlung. Wenn Sie von Ihren Ansprüchen erfahren, haben Sie wiederum 3 Jahre Zeit, um das Online Casino zu verklagen.

Was tun, wenn ein Online Casino nicht freiwillig auszahlt?

Sollten Sie im Rahmen eines unerlaubten Glücksspiels einen Gewinn erzielt haben und der Anbieter zahlt nicht, steht Ihnen kein Anspruch auf Auszahlung des Gewinns zu. Die Nichtigkeit des Spielvertrags wirkt in beide Richtungen. Das Casino oder der Wettanbieter darf einen illegal erzielten Gewinn nicht behalten, der Spieler kann die Rückzahlung fordern. Hat der Kunde mit einem unerlaubten Spiel einen Gewinn erzielt, gibt es andererseits auch für ihn keinerlei Rechtsgrundlage auf die er sich zwecks Auszahlung des Gewinns berufen kann. Wir raten Ihnen dazu, sich einen Überblick über Ihre gesamten Ein- und Auszahlungen bei dem jeweiligen Anbieter zu verschaffen. Steht unter dem Strich ein Verlust im Saldo, so können Sie diesen herausverlangen. Der einzelne Gewinn ist dann nur ein Verrechnungsposten.

Habe ich mich mit der Teilnahme an Online Glücksspielen ebenfalls strafbar gemacht?

Es gibt bisher noch keine Urteile zugunsten von Casinos, aufgrund derer Online-Zocker wegen unerlaubten Spiels bestraft wurden. Grundsätzlich macht sich jeder Nutzer von Online-Casinospielen strafbar, dem das Verbot bekannt war. Da dies aber regelmäßig nicht der Fall und ggf. auch schwer nachweisbar ist, ist vor allem entscheidend, ob Sie glaubhaft vermitteln können, dass Ihnen das Verbot nicht bekannt war.

Was kann ich tun, wenn mir Belege fehlen? Was tun, wenn mein Account gesperrt ist?

Sollten Sie keinen detaillierten Überblick mehr über Ihre verlorenen Einsätze haben und sich nicht mehr in Ihren Account einloggen können, weil Sie z.B. gesperrt wurden oder sich selbst gesperrt haben, ist dies regelmäßig kein Problem. Glücksspielanbieter im Internet sind nach der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) dazu verpflichtet, Ihnen unverzüglich Auskunft über Ihre eingezahlten Beträge zu geben. Der Betreiber muss Ihnen spätestens innerhalb einer Frist von einem Monat eine Übersicht über alle Ein- und Auszahlungen zur Verfügung stellen. Wir stellen Ihnen auf Anfrage gerne geeignete Vorlagen in deutscher und englischer Sprache für die Abfrage Ihrer Daten zur Verfügung. 

Kann ich verlorenes Geld von mehreren Online Casinos gleichzeitig einfordern?

Ja. Wenn Sie in mehreren Casinos Geld verloren haben, ist es möglich, das verspielte Geld von jedem einzelnen Online-Glücksspiel zurückzufordern. Egal ob Live Casino, Tischspiele, Online Poker oder Sportwetten: Wir prüfen Ihre Ansprüche kostenlos und bringen in Erfahrung, in welchen Fällen Glücksspiel-Anbieter Ihr Geld erstatten müssen.

Sind EU-Lizenzen in Deutschland gültig?

Viele Online Casinos, die ihre Spiele in Deutschland anbieten, besitzen keine deutsche oder europäische Lizenz. Die meisten von ihnen haben zudem ihren Firmensitz im Ausland, vor allem in Malta, Gibraltar, Curacao oder auf den Virgin Islands. Grund dafür ist vor allem, dass die Vorschriften, um eine in Deutschland gültige Erlaubnis zu erhalten, deutlich strenger sind als im Ausland. Außerdem müssen in Deutschland deutlich höhere Steuern gezahlt werden, und auch das Verbraucherschutzniveau ist in Deutschland sehr hoch.
Eine ausländische Zulassung reicht jedoch nicht aus, um Online Glücksspiele in Deutschland anbieten zu dürfen. Sobald das Online Casino seine Dienste in Deutschland anbietet, findet das deutsche Recht Anwendung. Mit einer Lizensierung aus dem Ausland würde es für den deutschen Markt also nach § 284 StGB nicht legal zu operieren. Online Casinos mit ausländischen Lizenzen hätten ihre Glücksspiele also in den letzten Jahren gar nicht hierzulande anbieten dürfen.

Kann ich nach Einreichen der Klage weiterspielen?

Das ist ein kritischer Punkt. Bei legalen Anbietern dürfen Sie weiter spielen, sollten sich aber überlegen, ob es, wenn Sie das Online Casino verklagen, nicht ein guter Zeitpunkt wäre, um ganz mit dem Spielen aufzuhören.

Auf Seiten, die nicht über eine gültige Lizenz verfügen, vor allem, wenn es der Anbieter ist, gegen den Sie vor Gericht vorgehen, sollten Sie auf keinen Fall weiterspielen. Denn in diesen Fällen müssen Sie damit rechnen, dass das Gericht Ihre Klage abweist. Spätestens, wenn Sie eine DSGVO-Auskunft über Ihre Einzahlungen einholen, muss davon ausgegangen werden, dass Sie um die Illegalität des Angebots wissen - deshalb sollten Sie dann keinesfalls mehr bei diesem Anbieter weiterspielen.

Was hat es mit dem Malta-Gesetz (Bill No. 55) auf sich?

Im Juni verabschiedete Malta die Bill No. 55. Dabei handelt es sich um ein Gesetz, dass die eigene Wirtschaft stärken, beziehungsweise schützen soll. Denn das Gesetz sieht vor, dass Glücksspielanbieter mit Sitz auf Malta sich weigern können, Urteile zum Beispiel aus Deutschland, zu vollstrecken. So soll verhindert werden, dass die Anbieter Gelder zurückzahlen müssen.

Die GGL geht davon aus, dass das Gesetz nicht mit EU-Recht vereinbar ist. Der deutsche Justizminister ist bereits in Kontakt mit den europäischen Behörden. Es ist davon auszugehen, dass ein Verfahren eingeleitet und das Gesetz letztendlich zurückgenommen werden muss. Die Anbieter kaufen sich auf diese Weise lediglich etwas Zeit, zahlen werden müssen sie dann aber trotzdem.

Zumal die meisten der auf Malta ansässigen Glücksspielanbieter entweder bereits über eine Lizenz in Deutschland verfügen oder sich um eine bewerben. Und die deutschen Behörden werden hier genau hinschauen und könnten die Lizenzen auch zurücknehmen oder verweigern, wenn ein solches Gesetz in Malta Bestand haben würde - so schneiden sich die Anbieter ins eigene Fleisch.

Wie lange dauert eine Klage gegen ein Online Casino?

Bei Klageverfahren dauert es in der Regel sechs bis zwölf Monate bis zum Urteil. Allerdings ist dies nur eine allgemeine Aussage. Verfahren können je nach Auslastung des zuständigen Gerichts auch schneller oder langsamer bearbeitet werden. Es kann auch Fälle geben, bei denen sich Verfahren über zwei Instanzen erstrecken. Verfahren können dann auch deutlich länger dauern als ein Jahr.

Wo kann ich ein Online Casino verklagen?

Klagen können sie vor Ort am Gericht Ihres Wohnsitzes, denn dort haben Sie in der Regel gespielt bzw. den (nichtigen) Spielvertrag abgeschlossen. Dies gilt für alle Anbieter, auch wenn diese Ihren Sitz im Ausland haben. Problematisch wird es nur dann, wenn Sie z.B. im Ausland gespielt haben. Solche Konstellationen besprechen und klären wir mit Ihnen im Rahmen der kostenfreien Erstberatung.

Welche Online Casinos kann ich NICHT verklagen?

Einige Betreibergesellschaften von Casinos sind in der Zwischenzeit liquidiert worden., In diesen Fällen ist es leider nicht möglich, das Geld zurückzubekommen. Dazu gehören unter anderem die folgenden Casinos:

  • Drückglück
  • Bet at Home
  • Wunderino
  • Hyperino
Gegen wen kann ich meine Online Casino Verluste geltend machen?

Ihre Online Casino Verluste können Sie gegen den jeweiligen Veranstalter oder Vermittler des Glücksspiels geltend machen. Diesen findet man häufig, indem man auf den einschlägigen Websites ganz nach unten scrollt. Dort befindet sich zumeist ein Hinweis auf den Anbieter mit Namen wie RedRhino oder Mr.Green. Oft tragen sie den Firmenzusatz "Ltd." im Namen. "Ltd." ist eine Abkürzung für die Rechtsform der "Limited", die der deutschen GmbH ähnlich ist. Da viele Anbieter entweder auf britischem Hoheitsgebiet oder auf dem vom englischen Rechtssystem geprägten Malta ihren Sitz haben, kommt diese Art der Firma sehr häufig vor. Viele dieser Firmen gehören oder gehörten zu teils sehr verschachtelten Firmenkonstruktionen. So gehörte z.B. der bekannte Anbieter bwin lange Zeit zur ElectraWorks Limited, zu der u.a. auch die Marken PartyCasino, Partypoker und SportingBet gehörten.

Kann ich Geld von Zahlungsanbietern (Paypal, Skrill) zurückfordern?

Auch Banken und Zahlungsdienstleister wie PayPal oder Skrill sind verpflichtet, Geld zurückzuzahlen, sofern sie an den Zahlungen beteiligt waren. Denn laut § 4 Abs. 1 GlüStV 2021 ist „die Mitwirkung an Zahlungen im Zusammenhang mit unerlaubtem Glücksspiel […] verboten.“. Allerdings tut sich die Rechtsprechung noch schwer, auch Zahlungsdienstleister dazu zu verurteilen, Verluste zu erstatten. Allerdings erwarten wir in absehbarer Zeit weitere Urteile aus höheren Instanzen, die Spielern die Möglichkeit eröffnen können, nicht nur den Veranstalter des Glücksspiels, sondern auch den Zahlungsdienstleister zu verklagen.

Was kann ich selbst tun?

Um Ihre Casino Verluste zurückzubekommen, gibt es einige Dinge, die Sie selbst tun können. Wenn Sie mit Ihrer Kreditkarte bezahlt haben, können Sie der Abbuchung widersprechen. Weisen Sie dabei auf das illegale Glücksspiel hin und bitten Sie um Zurückbuchung des gezahlten Betrags („Chargeback“). Wenn die Zahlung über das SEPA-Lastschriftverfahren getätigt wurde, können Sie der Abbuchung innerhalb von acht Wochen widersprechen. Auch über einen Online-Bezahldienst können Sie sich das Geld zurückholen. Beauftragen Sie dazu Ihre Bank, das überwiesene Geld von der Bank des Empfängers zurückzuholen.

Der Anbieter eines nicht erlaubten Glücksspiels hat kein Recht, von Ihnen Geld zu fordern!