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Mercedes Software Update – Anspruch auf Schadensersatz

Update soll unzulässige Abschalteinrichtung entfernen

Hunderttausende Diesel müssen in Deutschland das Mercedes Software Update bekommen. Das KBA hatte für zahlreiche Modelle Pflichtrückrufe angeordnet, bei denen eine unzulässige Abschalteinrichtung entfernt werden soll. Halter, deren Fahrzeug ein Software Update bekommen soll, haben Anspruch auf Schadensersatz.


Was ist das Mercedes Software Update?

Das Mercedes Software Update steht in der Kritik. Fahrer berichten von einem erhöhten AdBlue-Verbrauch und weiteren Problemen. Etwa eine Million Diesel in Deutschland muss aufgrund von Pflichtrückrufen das Mercedes Software Update bekommen. Dabei soll eine unzulässige Abschalteinrichtung entfernt werden.

Probleme mit dem Mercedes Software Update

Etwa eine Million Diesel von Daimler sind von Pflichtrückrufen betroffen und müssen deshalb in der Werkstatt das Mercedes Software Update bekommen. Wer einem solchen Pflichtrückruf nicht Folge leistet, der muss mit der Zwangsstilllegung seines Fahrzeugs rechnen. Etwa zwei Millionen zusätzliche Fahrzeuge können im Rahmen einer freiwilligen Kundendienstmaßnahme das Mercedes Software Update bekommen. Aus technischer Sicht ist jedoch davon abzuraten. Denn die Langzeitfolgen, die das Update auf das Auto haben wird, sind unklar. Es häufen sich die Rückmeldungen von Fahrern, die nach dem Update Probleme hatten. In erster Linie steigt der AdBlue-Verbrauch an. Dies kündigt Daimler in seinen Schreiben als mögliche Folge auch an. Allerdings steigt der Verbrauch deutlicher, als angenommen. Obwohl Daimler andere negative Folgen abstreitet, berichten Fahrer auch von einem Mehrverbrauch an Sprit, sowie von einer nachlassenden Motorleistung oder seltsamen Geräuschen.

Daimler will Probleme, die auf das Software Update zurückzuführen sind, zwar kostenlos ausbessern. Doch dafür müssten die Kunden nachweisen können, dass das Update tatsächlich ursächlich für nachfolgende Probleme ist – ein nahezu aussichtsloses Unterfangen.

Wenn Sie Post von Daimler bzw. dem KBA bekommen, dass ihr Diesel ein Software Update von Mercedes bekommen muss oder kann, dann kontaktieren Sie uns! Wir prüfen kostenfrei inwieweit Ihr Fahrzeug betroffen ist und klären Sie über Ihre rechtlichen Möglichkeiten auf.
Eine Einladung zum Update bedeutet letztendlich nichts anderes, als dass eine unzulässige Abschalteinrichtung im Auto vorhanden ist. Und dann steht Ihnen Schadensersatz zu. Das gilt auch für Fahrzeuge, die bisher nur Teil der freiwilligen Kundendienstmaßnahme sind. Auch in solchen Fällen wurde bereits Schadensersatz zugesprochen.

Der 100 Euro Gutschein und das Software Update

Ende 2019 machte Daimler Werbung für eine Gutscheinaktion. Dabei sollte jeder Mercedeshalter, der bis Ende des Jahres das Software Update aufspielen lässt einen 100 Euro Gutschein bekommen. Diel galt auch rückwirkend für alle Kunden, deren Fahrzeug das Update bereits bekommen hatte. Die Aktion wurde nun, zumindest teilweise, bis Ende März ausgeweitet.

Daimler versucht mit der Aktion seine Haut im Abgasskandal zu retten. Denn je mehr Fahrzeuge das Software Update auf freiwilliger Basis bekommen, desto weniger Pflichtrückrufe kann das KBA potentiell zukünftig noch anordnen. Im Herbst wurde nämlich offenkundig, dass das KBA die Geduld mit Daimler verliert. Immer mehr Fahrzeuge, die bisher nur Teil der freiwilligen Maßnahme waren, werden nun Teil eines Pflichtrückrufs. Mit der Aktion kann Daimler die Zahlen zukünftiger Rückrufe kleiner halten.

Angesichts der unklaren Langzeitfolgen, die das Mercedes Software Update mit sich bringt und der negativen Erfahrungen, die viele Fahrer schon gemacht haben, raten wir noch einmal ausdrücklich davon ab, das Update aufspielen zu lassen. Mit der Teilnahme an der Gutscheinaktion spielen Sie Daimler nur in die Karten.

Wenden Sie sich stattdessen an uns, sobald Sie ein Schreiben von Daimler oder dem KBA bekommen und zum Mercedes Software Update eingeladen werden.

Ausführliche Informationen zum Mercedes Abgasskandal finden Sie hier.