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Britische Lebensversicherung Brexit

Wie verhalten sich britische Lebensversicherungen im Brexit und welche Auswirkungen hat dies auf Verbraucher, die dort versichert sind? Einige Versicherer übertragen ihr Portfolio in andere EU Länder. Eine unsichere Situation für alle betroffenen Verbraucher. Den ganzen Problemen können Sie am einfachsten mit Hilfe des Widerrufsjokers entgehen. So erhalten Sie Ihre gezahlten Prämien zurück.

Mit HAHN Rechtsanwälte Geld zurückholen

Britische Lebensversicherungen im Brexit sorgen für Unsicherheit bei Verbrauchern. Wenn Ihre britische Lebensversicherung auch vom Brexit betroffen ist, dann haben Sie vielleicht Post von Ihrer Versicherung bekommen (zur Übertragung Ihrer Verträge in ein anderes Land) und wissen jetzt nicht so recht, wie Sie damit umgehen sollen. HAHN Rechtsanwälte bietet eine kostenfreie Überprüfung Ihrer Verträge an und berät Sie im Fall der britischen Lebensversicherungen und des Brexits.

Britische Lebensversicherungen im Brexit

Der Brexit beunruhigt nicht nur Politiker und die Wirtschaft, sondern auch Verbraucher. Einige britische Lebensversicherungen haben sich entschieden, im Zuge des Brexits die Verträge von England in andere EU Staaten zu übertragen. So hat die Standard Life ihre Verträge nach Irland übertragen und die Clerical Medical Verträge von Scottish Widows laufen nun über eine Tochtergesellschaft in Luxemburg. Das Problem für Verbraucher ist dabei, dass die britische Lebensversicherung im Ausland nicht mehr durch den Financial Services Compensation Scheme (FSCS) geschützt ist. Dieser Entschädigungsfonds sichert britische Lebensversicherungen ab. In Luxemburg oder Irland gibt es einen solchen Schutz aber nicht (in Deutschland wird dieser Schutz von der Protektor übernommen).

Britische Lebensversicherungen waren seit den 1990er Jahren in Deutschland sehr beliebt, was unter anderem an hohen Renditeversprechungen lag. Diese konnten zeitweise erzielt werden, weil britische Lebensversicherungen bis zu 100% der Gelder in Aktien anlegen dürfen. Doch auch die Aktienmärkte sind durch den Brexit bedroht. Wenn es hier einen Crash gibt, drohen finanzielle Probleme. Ein weiteres Problem könnte für britische Lebensversicherungen nach dem Brexit der Wegfall des Passportings sein. Dieses besagt, dass Versicherungsunternehmen EU-weit ihre Produkte vertreiben dürfen. Nach dem Brexit könnte dieses Recht für britische Lebensversicherungen wegfallen. Unter anderem aus diesen Gründen haben sich die britischen Lebensversicherungen entschlossen, die Verträge in andere Länder zu übertragen. Prinzipiell also eine gute Idee, nur dass dadurch der oben genannte Schutz durch den FSCS wegfällt.

Ihre Rechte im Brexit Chaos

Die erste Reaktion bei diesen schlechten Nachrichten ist bei vielen Verbrauchern, dass sie ihre Lebensversicherung kündigen wollen. Doch da der Rückkaufswert regelmäßig niedriger liegt, als die bisher getätigten Prämienzahlungen bedeutet dies einen Verlust ihres Kapitals. Doch es gibt noch eine Alternative. Den Widerrufsjoker! Dieser kommt immer dann zum Tragen, wenn den Versicherungen Fehler unterlaufen sind. Also wenn zum Beispiel die Belehrungen über Rückruf, Widerspruch oder Widerruf nicht ordnungsgemäß waren. So haben Verbraucher die Chance, ihre britische Lebensversicherung im Brexit loszuwerden, und zwar ohne Verlust.

Bei einem erfolgreichen Widerruf der britischen Lebensversicherung erhalten Verbraucher Ihre gezahlten Prämien erstattet, wobei die Abschluss- und Verwaltungskosten ebenfalls zurückgezahlt werden. Zudem besteht ein Anspruch auf Zinsen. Lediglich ein recht geringer Betrag für den tatsächlich genossenen Versicherungsschutz ist abzuziehen. Die Rückzahlungen sind somit regelmäßig klar höher, als bei einer Kündigung.

Diese Fehler haben britischen Lebensversicherer gemacht

Normalerweise beträgt die Widerspruchsfrist bei britischen Lebensversicherungen 14 oder 30 Tage. Bei fehlerhaften Verträgen jedoch genießen Verbraucher ein ewiges Widerrufsrecht. Die Fehler, die zu diesem Recht und den davon abgeleiteten Ansprüchen führen, können ganz unterschiedlicher Natur sein. Zum Beispiel müssen Verbraucher über das Smoothing-Verfahren aufgeklärt werden. Dabei handelt es sich um ein Glättungsverfahren, bei dem die Versicherungsgesellschaften selbst entscheiden können, ob sie Überschüsse den Policen der Verbraucher zu Gute kommen lassen oder ob sie in die Rücklagen eingestellt werden. Auch über die poolübergreifende Reservenbildung und über die Quersubventionierung zwischen den Pools müssen die Versicherungen die Verbraucher aufklären.

Andere bekannte Fehler sind eine nicht ausreichende Hervorhebung der Belehrung, die sich deutlich vom Rest des Textes abheben muss. Zudem muss der Hinweis erfolgt sein, dass der Widerruf in Schriftform (bzw. seit 2002 in Textform) erfolgen muss. Und dass es dabei ausreicht, wenn der Widerruf innerhalb der Frist abgeschickt wird. Ankommen kann er auch nach Ablauf der Frist. Bei vielen Belehrungen fehlen diese Informationen. Ein weiteres Problem bezüglich der Frist kann sein, dass nicht klar formuliert ist, wann diese beginnt bzw. welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit sie beginnt.

HAHN Rechtsanwälte hat bereits zahlreiche positive Urteile zu einem Widerruf der Lebensversicherung erreichen können und betreut auch Kunden von britischen Lebensversicherungen. Im Rahmen einer kostenfreien und unverbindlichen Erstberatung prüfen wir Ihre Verträge auf Richtigkeit. Senden Sie uns gerne Ihre Unterlagen (Versicherungsschein und Anschreiben, das mit dem Versicherungsschein übersendet wurde) zu, zum Beispiel, wenn es sich um Clerical Medical oder Standard Life Verträge handelt. Wir prüfen diese auf Fehler und zeigen auf, ob auch Sie die Möglichkeit haben, Ihren Vertrag zu widerrufen und Ihre Lebensversicherung damit kostengünstig loszuwerden.

Weitere Infos zu britischen Lebensversicherungen bekommen Sie hier.