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Nachhaltige Fonds

Nachhaltige Fonds erfreuen sich großer Beliebtheit. Verbraucher können ihr Geld anlegen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Doch auch bei nachhaltigen Fonds sollte auf eine objekt- und anlegergerechte Beratung geachtet werden. Erfolgt diese nicht, haben Anleger Anspruch auf Schadensersatz. So können etwaige Verluste, die bei der Anlage in nachhaltige Fonds hingenommen werden musten, ausgeglichen werden.

Grüne Fonds und Öko Fonds werden immer beliebter

Nachhaltige Fonds werden in Zeiten von Fridays for Future immer beliebter. Anleger können so ihr Geld investieren und brauchen dabei kein schlechtes Gewissen haben. Denn bei nachhaltigen Fonds werden bestimmte Branchen und Firmen von vornherein ausgeschlossen.

Was macht nachhaltige Fonds so besonders?

Der Vorteil von nachhaltigen Fonds ist, dass man zumindest zum Teil weiß, wohin sein Geld fließt. Denn nachhaltige Fonds schließen bestimmte Branchen aus, wobei jeder Fonds andere Regeln hat. Wer genau wissen will, in welche Branchen er mit seinem Geld investiert, der muss bei allen Fonds das Kleiengedruckte über die Zusammenstellung der Aktien lesen. Fast alle dieser Fonds verzichten auf Aktien von Firmen, die für Kinderarbeit bekannt sind. Viele schließen auch militärische Firmen bzw. solche, die Waffen bauen aus. Auch Ölkonzerne sind in diesen Kreisen unbeliebt und verschwinden daher oft aus dem Portfolio. Wer sehr streng aussortieren möchte, findet auch Fonds, bei denen Firmen, die mit Pornografie, Glücksspiel, Alkohol oder Tabak zu tun haben, ausgeschlossen sind. Man sollte allerdings aufpassen, dass nicht zu wenige Aktien überbleiben, denn dann ist es schwer, einige schwache auszugleichen. Das Portfolio sollte bei aller Liebe zur Nachhaltigkeit nicht zu eng gehalten werden.

Zu den nachhaltigen Fonds gehören auch diejenigen, bei denen in erneuerbare Energien investiert wird, also Wasser-, Wind- oder Sonnenenergie. Bei diesen muss man jedoch vorsichtig sein. Denn erneuerbare Energien werden sehr stark gefördert, wobei diese Förderungen aber auch stark schwanken können. Dadurch können Unternehmen Absatzschwierigkeiten bekommen.

Schadensersatz bei nachhaltigen Fonds

Ebenso wie Anleger in Immobilien- oder Schifffonds haben auch Anleger von nachhaltigen Fonds grundsätzlich zwei Möglichkeiten, Anspruch auf Schadensersatz zu bekommen. Zum einen über die Prospekthaftung. Diese besagt, dass der Prospektverantwortliche haftet, wenn der Prospekt falsche Angaben oder aber notwendige Angaben gar nicht enthält. Ein Prospekt darf zum Beispiel keine übersteigerten und unrealistischen Renditen versprechen, um potentielle Anleger vom Produkt zu überzeugen. Der Emissionsprospekt muss umfassend über alle Themen informieren, die notwendig sind, damit der potentielle Anleger eine informierte Entscheidung treffen kann. Gerade Risiken werden gerne heruntergespielt und nicht ausreichend dargestellt. Auch muss der Kunde ausreichend Zeit bekommen, den Prospekt zu lesen. Da diese Prospekte durchaus hundert Seiten umfassen können, reicht es nicht aus, den Prospekt direkt vor Vertragsunterschrift auszuhändigen.

Der zweite mögliche Grund für Schadensersatz ist die Beratung. Auch für diese gibt es strenge Vorgaben. Es muss sowohl objektgerecht, als auch anlegergerecht beraten werden. Die objektgerechte Beratung bezieht sich auf den nachhaltigen Fonds selbst. Der Kunde muss umfassend über die Vor- und auch die Nachteile des Produktes informiert werden. Die anlegergerechte Beratung bezieht sich auf den Kunden. Dieser muss gemäß seiner Interessen und seines Wissens informiert werden. So muss der Berater nach der Risikobereitschaft des Kunden fragen. Zu einer anlegergerechten Beratung kann es daher auch gehören, von dem nachhaltigen Fonds abzuraten und dem Kunden ein anderes Produkt zu empfehlen. Speziell auf das mögliche Risiko, auch eines Totalausfalls des Kapitals, muss der Anleger hingewiesen werden.

Nachhaltige Fonds – Schadensersatz mit HAHN Rechtsanwälte

Nachhaltige Fonds klingen zunächst sehr vielversprechend. Immer mehr Menschen liegt die Umwelt und eine nachhaltige Wirtschaft am Herzen und wenn sich dies mit den eigenen finanziellen Interessen vereinbaren lässt, fühlen sie sich von nachhaltigen Fonds schnell angesprochen. Dabei darf man das Risiko, dem auch diese Fonds unterliegen, jedoch nicht außer Acht lassen.

Wer sich im Nachhinein schlecht beraten fühlte und nun mit den Renditen des nachhaltigen Fonds unzufrieden ist, der kann sich gerne an uns wenden. Wir prüfen kostenlos, ob Sie ordnungsgemäß beraten worden sind und der Prospekt alle notwendigen Informationen enthielt. HAHN Rechtsanwälte verfügt über besonders viel Erfahrung im Bereich des Schadensersatzes für eine fehlerhafte Beratung oder einen fehlerhaften Prospekt bei Fonds und konnte bereits einige positive Urteile in diesem Bereich für seine Mandanten erstreiten.