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Expertenbericht: Glücksspiel Bedrohung für die öffentliche Gesundheit

Eine Kommission, bestehend aus über 20 Experten aus den Bereichen der Glücksspielforschung, der Gesundheitspolitik und anderen kommt in einem Bericht, der im Oktober 2024 im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht wurde zu dem Schluss, dass die Glücksspielsucht eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit darstellt.

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Lars Murken-Flato
Lars Murken-Flato

Rechtsanwalt Lars Murken-Flato ist Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und Partner.

Mögliche Folgen der Glücksspielsucht

Zu den möglichen Folgen einer Glücksspielsucht können gehören:

  • Physische Schäden
  • Psychische Schäden
  • Zerstörung von Beziehungen und Familien
  • Gesteigertes Suizidrisiko
  • Finanzieller Ruin
  • Kriminalität
  • Häusliche Gewalt
  • Verlust des Arbeitsplatzes

Die Zahl der Betroffenen ist immens. Gemäß der Studie leiden rund 80 Millionen Menschen weltweit unter einer Glücksspielstörung oder problematischem Glücksspiel. Als besonders gefährdet gelten dabei Menschen aus benachteiligten sozioökonomischen Gruppen.

Verschärft hat sich das Problem zudem in den letzten Jahren durch die Digitalisierung. So gehören denn auch Online-Sportwetten und Online-Casinospiele zu den am schnellsten wachsenden Bereichen des Glücksspiels.

Forderungen der Kommission

Die Kommission fordert, das Glücksspiel als ein Problem der öffentlichen Gesundheit zu behandeln – so wie es bei Alkohol und Tabak bereits der Fall sei. Weiter fordert die Kommission eine bessere Regulierung und verstärkte internationale Zusammenarbeit. Glücksspiel solle weniger verfügbar gemacht und gefährdete Gruppen, zu denen auch Kinder und Jugendliche gehören, der Gefahr weniger ausgesetzt werden.

Süchtige sollen besser unterstützt und behandelt werden und Aufklärungskampagnen auf die möglichen Schäden durch Glücksspiel hinweisen.

Hier finden Interessierte den vollständigen Bericht der Kommission (auf Englisch):

https://www.thelancet.com/journals/lanpub/article/PIIS2468-2667(24)00167-1/fulltext